Ratssitzung

Feuerwehr Winterberg hatte 2018 besonders viele Einsätze

Der bisherige stellv. Wehrleiter Martin Niggemann, Nachfolger Klaus Greve, Wehrleiter Wolfgang Padberg und Bürgermeister Werner Eickler (von links)

Der bisherige stellv. Wehrleiter Martin Niggemann, Nachfolger Klaus Greve, Wehrleiter Wolfgang Padberg und Bürgermeister Werner Eickler (von links)

Foto: Rita Maurer

Winterberg.  Der Löschzug hat jetzt einen neuen stellvertretenden Leiter. Bilanz gezogen wurde im Rat auch zur Rodel-WM im vergangenen Winter.

In der jüngsten Ratssitzung stand eine Vielzahl an Themen auf der Agenda.

Jahresbericht Feuerwehr

Stadtbrandinspektor Wolfgang Padberg stellte am Mittwochabend im Rat den Jahresbericht 2018 der Freiwilligen Feuerwehr vor. Das Jahr war geprägt von überdurchschnittlich vielen Einsätzen (290 gegenüber 240 im Jahr 2017), darunter die beiden Großbrände in Züschen und Niedersfeld.

Die ehrenamtlich erbrachte Zeit für Übungen und Einsätze schnellte dadurch auf 6610 Stunden gegenüber 4529 Stunden im Vorjahr empor. Seit vier Jahren stabil ist die Zahl der Feuerwehrleute mit 395 Einsatzkräften, davon 32 Feuerwehrfrauen.

Bei der Jugendfeuerwehr ist mit 116 Nachwuchsleuten ein leicht positiver Trend erkennbar. Momentan prüft eine Projektgruppe, ob und wie eine Kinderfeuerwehr in Winterberg eingerichtet werden kann. Klaus Greve wurde nach bestandenem Lehrgang zum Stadtbrandinspektor befördert und zum stellvertretendem Leiter der Feuerwehr Winterberg ernannt.

Fazit Rodel-WM

Die Rodel-WM Ende Januar habe sportlich, medial und wirtschaftlich ein positives Ergebnis gebracht, berichtete Stephan Pieper, Geschäftsführer der Sportzentrum Winterberg-Hochsauerland GmbH.

Fünf von sieben WM-Titeln gingen ans deutsche Team, insgesamt wurden an drei Wettkampftagen 5,5 Stunden allein im Fernsehen berichtet, davon mehr als die Hälfte im ZDF, das ein Live-Studio vor Ort hatte. Über Internetkanäle wurden mehrere Millionen an Kontakten erzielt.

Bei der WM wurde trotz schlechten Wetters und dadurch geringerer Besucherzahlen als erwartet ein Plus von gut 200.000 Euro erwirtschaftet.

Knapp 60.000 Euro müssen an das Land NRW zurückgezahlt werden, da im Vorfeld Zuschüsse geflossen waren. Sehr gut angenommen und bewertet wurde das neue Multifunktionsgebäude.

Der Rat nahm den Bericht sehr positiv auf und bat darum, die Zahlen auch im Kreistag vorzustellen, da es dort immer noch kritische Stimmen gegen die Bobbahn gebe.

Zuschuss fürs Kolpinghaus

Das Kolpinghaus in Siedlinghausen bekommt einen einmaligen Entschuldungs-Zuschuss von 12.000 Euro. Der Ratsentscheidung mit acht Enthaltungen ging eine lebhafte Debatte voraus.

Die Kolpingfamilie hatte eine monatliche Unterstützung von 200 Euro für fünf Jahre beantragt, 300 Euro pro Monat hat bereits die Kirche zugesagt.

Die monatliche Zahlung wurde jedoch vom Rat im Hinblick auf andere Vereine einstimmig abgelehnt. Die SPD plädierte nach einer Beratung für eine Zahlung von 6000 Euro in dieser Wahlperiode, um nach der Wahl 2020 den dann neuen Rat weitere Entscheidungen treffen zu lassen.

Die Mehrheit der Ratsmitglieder entschied sich jedoch für eine sofortige Unterstützung, da das Kolpinghaus eine zentrale gesellschaftliche Bedeutung für Siedlinghausen habe.

Städtische Betriebe

Die städtischen Betriebe (Touristik und Wirtschaft GmbH, Stadtwerke, Forstbetrieb und Baubetriebshof) gaben einen Überblick über die erste Jahreshälfte 2019.

Im Tourismus haben sich Übernachtungszahlen und Verweildauer trotz des durchwachsenen Winters im Gegensatz zum allgemeinen Sauerland-Trend leicht erhöht. Um die Marke noch bekannter zu machen, wird neben verschiedenen digitalen Projekten gerade ein Heißluftballon mit Winterberg-Logo gefertigt, der künftig deutschlandweit eingesetzt werden soll.

Die Zahlen und Arbeiten des Bauhofs liegen ebenso wie die der Stadtwerke nach den ersten sechs Monaten im Plan. Trotz der Trockenheit ist die Wasserversorgung durch die Quellen bislang nicht beeinträchtigt.

Anders wirkt sich das Wetter auf den Forst aus. Betriebsleiter Michael Kleinsorge erklärte zur Borkenkäferplage: „Die Katastrophe ist schon da.“ Für 2019 sei die Vermarktung der Holzeinschläge noch gesichert, darüber hinaus könne man jedoch nicht absehen, wie der Markt auf die Holzmengen reagiere, zumal sich die Zahl befallener Bäumen fast täglich erhöhe.

Michael Kleinsorge regte die Ertüchtigung von einigen derzeit verlandeten Feuerlöschteichen an. Es habe sich gezeigt, dass der Wald im direkten Umfeld von Speicherteichen für die Schnee-Erzeuger besser aussehe als anderswo.

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