Forderung: Wolf-Abschuss erlauben

Hochsauerlandkreis.   Der FDP-Kreistagsabgeordnete Josef Mühlenbein spricht sich dafür aus, im Hochsauerlandkreis Wölfe in den Katalog jagdbarer Arten aufzunehmen und insbesondere in Jagdrevieren mit Muffelvorkommen im HSK den Abschuss von Wölfen zu erlauben.

Der FDP-Kreistagsabgeordnete Josef Mühlenbein spricht sich dafür aus, im Hochsauerlandkreis Wölfe in den Katalog jagdbarer Arten aufzunehmen und insbesondere in Jagdrevieren mit Muffelvorkommen im HSK den Abschuss von Wölfen zu erlauben.

Nachdem bereits 2015 ein Wolf in einem Revier bei Meschede bestätigt worden sei und Ende 2016 ein Wolf in einem Revier im HSK nahe der Hessischen Landesgrenze in einer Fotofalle aufgenommen worden sein soll, sei es eine Frage der Zeit, wann der Wolf als Standwild im HSK vorkomme, so Mühlenbein in einem Antrag an den Kreistag.

Muffelwild schützen

Die Erfahrung aus anderen Landstrichen in Deutschland lehre, dass dort, wo der Wolf vermehrt vorkomme, als erstes das Muffelwild ausgerottet werde. In der Göhrde/Lüneburger Heide gebe es nur noch einen Restbestand von 25 Stück. Der Europäische Muffel sei seit etwa 100 Jahren wieder aus eingeführten Restbeständen dieser Art (Korsika) in Deutschland und gerade auch bei uns im HSK heimisch. Und er unterliege dem Jagdrecht und stehe unter Artenschutz wie andere wildlebende Tiere auch. Zudem seien Mufflons nach der IUCN (International Union for Conservation of Nature and Natural Resources, deutsch: Weltnaturschutzunion) als gefährdet eingestuft; der Wolf nicht.

„Leider wird dem Muffel aber der Artenschutz verwehrt, indem die Politik bislang diese Art dem Wolf preisgibt. Irgendwann wird die Politik von ungesteuerter Wolfspopulation wieder abrücken. Dann ist es aber für den Mufflon in vielen weiteren Vorkommen zu spät. Das sollte mit den Muffelvorkommen im HSK nach Möglichkeit nicht auch so geschehen“, so Mühlenbein.

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