Baumpflege

Friedhof Oberschledorn: Linden bleiben vorerst stehen

Die Reihe mit sieben Linden auf dem Friedhof Oberschledorn soll im kommenden Jahr erneut begutachtet werden.

Die Reihe mit sieben Linden auf dem Friedhof Oberschledorn soll im kommenden Jahr erneut begutachtet werden.

Foto: Stadt

Oberschledorn.  Wegen zu starker Rückschnitte hat die Baumreihe instabile Triebe gebildet. Es gibt aber Alternativen zur Fällung der sieben gesunden Linden.

Die sieben imposanten Linden auf dem Friedhof Oberschledorn bekommen eine Schonfrist. In der kommenden Vegetationsperiode sollen sie erneut in Augenschein genommen werden, um zu entscheiden, was mit ihnen geschieht.

Hintergrund: Mitte November hatte es eine von der Stadt beauftragte Baumbesichtigung gegeben, bei der der Zustand von einzelnen Bäumen oder Gruppen an acht Standorten überprüft worden war. An den meisten anderen Stellen reicht ein fachgerechter Rückschnitt aus, die Lindenreihe hingegen empfahlen die Experten zu fällen.

„Keine akute Gefahr“

Die Bäume sind gesund, wurden aber in der Vergangenheit mehrfach zu stark zurückgeschnitten. Dadurch haben die Linden zahlreiche sogenannte Wassertriebe gebildet – Triebe am Altholz, die weniger stabil sind als die Äste eines in Ruhe gewachsenen Baumes. Teilweise haben die Wassertriebe einen Durchmesser von über 30 Zentimetern erreicht.

„Akute Gefahr besteht nicht“, sagt Bauamtsleiter Wolfgang Tielke. Die Fällung sei auch nicht die einzige Möglichkeit, die Situation zu verbessern. Das sei auch möglich, indem die Bäume künftig fachgerecht gepflegt würden – was aber im Vergleich zu einer Fällung teurer sei.

Den Mitgliedern des Bauausschusses reichte das nicht als Argument, sie haben die Entscheidung vertagt, bis eine erneute Besichtigung im nächsten Jahr konkretere Ergebnisse gebracht hat.

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