Hochheidetag

Frohes Singen auf der Hochheide bei Niedersfeld

Eine bunte Besucherschar findet sich beim 3. Hochheidetag oberhalb von Niedersfeld ein. Dort wird zusammen gesungen und Gottesdienst gefeiert.

Eine bunte Besucherschar findet sich beim 3. Hochheidetag oberhalb von Niedersfeld ein. Dort wird zusammen gesungen und Gottesdienst gefeiert.

Foto: Claudius Kaspar

Niedersfeld.  Zum dritten Hochheidetag waren Wandergruppen aus Niedersfeld und Willingen zum Sternmarsch aufgebrochen. Oben angekommen wurde gesungen.

Bestes Wetter, ausgelassene Stimmung und das alles mitten in der Natur: So sah der dritte Hochheidetag am Sonntag auf der Hochheide bei Niedersfeld aus. Auch dieses Jahr gab es wieder einige Highlights im Programm. Nach dem Wandern begann der Höhepunkt der Veranstaltung: das gemeinsame Herdensingen.

Bei weitestgehend blauem Himmel und sommerlichen Temperaturen errichten die Wandergruppen, die am Morgen von Niedersfeld und Willingen aus losgezogen waren, zum Singen ihr Zwischenziel inmitten der Hochheide.

Aber die Wandertruppe war nicht allein: Nahezu im Minutentakt kamen Touristen dazu, welche beim Wandern auf die singende Truppe gestoßen waren, und sangen die Lieder wie „Die Gedanken sind frei“ gemeinsam stimmungsvoll mit.

Singen macht gute Stimmung

„Jeder, der Lust hat, kann kommen“, erzählte der Geschäftsführer der Touristikgesellschaft Medebach, Michael Aufmhof. Und genauso wie auch schon im letzten Jahr kam das Herdensingen bei den Teilnehmern wieder gut an.

Die Stimmung war ausgelassen und die Laune gut – was auch kein Wunder ist, wenn man in der frischen Waldluft, umgeben von blühenden Kräutern sitzt und mit Freunden und Bekannten singt.

Zuvor hatte die Wandergruppe einen Halt an der Hochheidehütte gemacht, um sich zu stärken. Auch für die Kleinen gab es dort einiges zu erleben. In der Hochheidehütte wurde für die Kinder ein Wollschafe-Basteln angeboten und man konnte sich „die rollende Waldschule“ ansehen, in der die heimischen Tiere des Waldes vorgestellt wurden.

„Es ist einerseits das Ziel des Hochheidetages, die Touristen auf die Hochheide aufmerksam zu machen, um die Fläche auch langfristig erhalten zu können. Andererseits geht es aber auch darum, die Menschen näher zusammenzubringen“, sagte der Geschäftsführer des Zweckverbands Naturparks Diemelsee, Dieter Pollack.

Aktion dreier Kommunen

An der Organisation des jährlichen Hochheidetages sind drei Kommunen beteiligt: Medebach, Willingen und Winterberg, da die Hochheide an alle drei Stadtgebiete angrenzt. Neben den örtlichen Touristikgesellschaften sind verschiedene Verkehrs- und Gebirgsvereine, die Biologische Station HSK und die Kirchen beteiligt.

Der Hochheidetag hat jedes Jahr in etwa das gleiche Rahmenprogramm: das gemeinsame Wandern, das Herdensingen und der im Anschluss stattfindende ökumenische Gottesdienst. Vor allem dort wurde noch einmal deutlich, was den Teilnehmern des Hochheidetags ebenfalls mit auf dem Weg gegeben werden soll: einfach mal stehen bleiben und in Ruhe die Natur genießen.

Gottesdienst mit Pausen für die Natur

Während des Gottesdienstes machte Diakon Rudolf Kretzer mehrere Male längere Pausen, um den Zuhörern und Teilnehmern die Chance zu geben, sich einfach mal in Ruhe der Geräuschkulisse des Waldes und der Heide hinzugeben.

Im Anschluss starteten Themenwanderungen, in denen einiges über die Geschichte der Hochheide erzählt wurde.

Entspannung bot auch das Ruhepol-Mobil des Pastoralverbunds Winterberg. In der „kleinsten Kloster-Kemenate der Welt“ können die Besucher einzeln einige Minuten bei Musik ausspannen.

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