Polizei-Fahndung

Geldautomat in Olsberg gesprengt – Spur führt nach Ostwig

Gegen 4 Uhr in der Nacht zu Freitag, 26. April, haben unbekannte Täter den Geldautomaten der Commerzbank am Bigger Platz in Olsberg gesprengt und das Geld erbeutet.

Gegen 4 Uhr in der Nacht zu Freitag, 26. April, haben unbekannte Täter den Geldautomaten der Commerzbank am Bigger Platz in Olsberg gesprengt und das Geld erbeutet.

Foto: Jürgen Hendrichs

Olsberg.   Bei der Geldautomaten-Sprengung in Olsberg wird viel Geld erbeutet. Die Täter versuchten Spuren zu verwischen. Es gibt aber Ermittlungserfolge.

Die Polizei hat eine erste Spur nach der Sprengung eines Geldautomaten der Commerzbank am Freitagmorgen am Bigger Platz in Olsberg. Die Ermittlungen führen die Kripo nach Ostwig. Dort machte eine Frauenfußball-Mannschaft eine wichtige Entdeckung.

Roller in Zusammenhang mit Automaten-Sprengung

In dem Geräteraum des Sportlerheims des TV Ostwig auf dem Schild wurde ein Motorroller gefunden – wahrscheinlich das Fluchtfahrzeug. „Es werden derzeit die Spuren an dem Fahrzeug und in dem Geräteraum ausgewertet“, sagte Polizeisprecher Sebastian Held der Westfalenpost. Die Polizei gehe davon aus, dass der Motorroller mit hoher Wahrscheinlichkeit in Zusammenhang mit der Geldautomaten-Sprengung am Freitagmorgen stehe.

Die Täter waren auf ihrer Flucht vom Tatort in Olsberg beobachtet worden. Sie waren laut Zeugenaussagen auf Motorrollern oder Mopeds unterwegs. Die Indizien sprechen bisher dafür, dass der Roller für die Flucht gestohlen wurde. Die Polizei ermittelt jetzt den Halter.

Fußballerinnen entdecken Roller im Gerätehaus

Der verdächtige Motorroller war am Freitagabend von Spielerinnen des TV Ostwig entdeckt worden. „Unsere Frauen-Fußballmannschaft wollte mit dem Training beginnen und Fußbälle aus dem Geräteraum holen“, sagt TV-Vorsitzender Christoph Rosenau. Die Frauen konnten die Tür zu dem Raum allerdings nicht aufschließen. Der Schließzylinder war ausgetauscht worden – mutmaßlich von den Gangstern, die den Geldautomaten in die Luft gejagt hatten, und die in dem Gebäude möglichst unbemerkt Unterschlupf finden wollten. Davon ahnten die Sportler zu diesem Zeitpunkt aber noch nichts.

Handfeuerlöscher entleert, um Spuren zu verwischen?

Die Spielerinnen verständigten TV-Chef Rosenau. Vor Ort wurde der Schließzylinder erneut getauscht, damit die Vereinsleute den Geräteraum betreten konnten. „Dort stand ein Roller, der da nicht hingehört“, so Rosenbaum. Die Polizei wurde gerufen. Die Einbrecher hatten im Inneren ihre Spuren verwischt, um der Kripo die Ermittlungen zu erschweren. Der Roller wurde beschlagnahmt.

In dem Unterschlupf harrten die Verbrecher am Freitag wahrscheinlich eine Zeit lang aus, bevor sie die Flucht fortsetzen. Diese Vorgehensweise ist in dieser oder in abgewandelter Form typisch bei solchen Verbrechen. Die Täter verschanzen sich nach der eigentlichen Tat eine Weile in einem leicht zugänglichen Gebäude unweit des Tatortes: über öffentliche Straßen liegen 6,5 Kilometer zwischen den Ortschaften. Querfeldein sind es weniger als 2 Kilometer.

Sechsstelliger Geldbetrag erbeutet bei Raubzug

Der Raubzug hat sich für die mutmaßlichen Mitglieder der Geldautomaten-Sprenger-Bande gelohnt. Laut Polizeiangaben konnten sie bei ihrem Beutezug am Freitag einen sechsstelligen Geldbetrag an sich reißen.

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