Interview

Kreismusikschulleiter Scheuerlein geht in den Ruhestand

Georg Scheuerlein, Leiter der HSK-Musikschule, geht bald in den Ruhestand.

Georg Scheuerlein, Leiter der HSK-Musikschule, geht bald in den Ruhestand.

Foto: Privat

Hochsauerlandkreis/Arnsberg.   Als Leiter der Kreismusikschule ist Georg Scheuerlein eine feste Größe. Bald geht er in den Ruhestand. Wir haben ihn zuvor interviewt.

Als Leiter der Musikschule des Hochsauerlandkreises – auch in Arnsberg fest verortet – ist Georg Scheuerlein zahlreichen Menschen in der ­Region ein Begriff. Im Sommer geht er in den Ruhestand; doch zuvor hat er sich noch unserem Interview der Woche gestellt.

Herr Scheuerlein, in diesem Sommer gehen Sie in den Ruhestand. Was bleibt nach so vielen Jahren kreativer Arbeit im HSK besonders im ­Gedächtnis?

Georg Scheuerlein: Es ist vor allem große Dankbarkeit, dass ich hier vieles lernen durfte – und das eine oder andere, so hoffe ich, für die Menschen im Hochsauerland nachhaltig mit gestalten konnte.

Auf welche Errungenschaften während Ihrer Dienstzeit sind Sie besonders stolz?

Stolz ist vielleicht nicht das richtige Wort. Aber es freut mich sehr, dass es uns gelungen ist, in den vergangenen Jahren die Rahmenbedingen für musikalische Bildungsarbeit mit der Bereitstellung einer professionellen Infrastruktur deutlich zu verbessern. Das gilt für die Musikschulgebäude in Arnsberg, Brilon und Meschede und vor allem auch die Akademie Bad Fredeburg/Musikbildungszentrum Südwestfalen.

Was hätten Sie gerne noch ­„angepackt“?

Natürlich gibt es einige Ideen, wie die Rahmenbedingungen für Kulturarbeit in der Region noch weiter entwickelt werden könnten, ja auch müssten. Ich habe aber gelernt, dass für manche dieser Ideen die Zeit noch nicht reif ist – aber ich bin sicher, dass für die eine oder andere Maßnahme die Zeit kommen wird.

Wie sehen Sie die Kreismusikschule für die Zukunft aufgestellt, auch mit Blick auf die Standorte?

Die Musikschule ist aus meiner Sicht als flächendeckende Einrichtung für alle zwölf Städte und Gemeinden im Hochsauerlandkreis ein gelungenes Beispiel für interkommunale Zusammenarbeit und den Ausgleichs- und Ergänzungsauftrag des Kreises. Erfolgreiche Arbeit einer Musikschule braucht das Vertrauen der Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern in Verlässlichkeit, Berechenbarkeit und Qualität des Ausbildungsangebots. Verlässlichkeit und Berechenbarkeit was Ort, Zeit, Lehrkraft und finanzielle Rahmenbedingungen angeht, Qualität was unter anderem Motivation und Lernfortschritte sowie zeitgemäße Pädagogik betrifft. Dieses Vertrauen hat sich die Musikschule des Hochsauerlandkreises in den letzten 40 Jahren mit ihren Lehrkräften erarbeitet. Dies war nur möglich dank der verlässlichen Rahmenbedingungen, die Kreistag, Landrat und Verwaltung mit ihren grundlegenden Entscheidungen gewährleistet haben. Und ich bin sicher, dass dies auch in Zukunft so sein wird.

Stichwort Sauerlandherbst - ein kurzes Resümee?

Sauerland-Herbst ist eine Veranstaltungsreihe, die inzwischen zum neunzehnten Mal stattfindet und zu meiner Freude fest im Sauerland verankert ist. Die große Gastfreundschaft, die Begeisterungsfähigkeit, die Treue der Besucher zum Festival, die breite Unterstützung von vielen, das Engagement der Sponsoren, des Landes NRW, der Städte und Gemeinden und des Trägers Hochsauerlandkreis sind Grundlage für diesen Erfolg und eine große Chance für eine kreative Weiterentwicklung des Festivals unter meinem Nachfolger Professor Thomas Clamor.

Wie werden Sie Ihren Ruhestand gestalten – und welche Rolle wird die Musik dabei spielen?

Für meine Familie und mich beginnt ein neuer Lebensabschnitt, auf den ich mich – bei allem was ich aus meiner Arbeit hier im Sauerland sicher vermissen werde – auch sehr freue. Dazu gehört, dass ich lernen muss zu akzeptieren, was mir meine gesundheitliche Disposition noch an schönen, kreativen und motivierenden Dingen in Zukunft ermöglichen wird. Musik wird aber sicher in der einen oder anderen Form ­dazu gehören.

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