Schule

Geschichte am Kriegerdenkmal Siedlinghausen zum Anfassen

Die Achtklässler am Kriegerdenkmal in Siedlinghausen.

Foto: privat

Die Achtklässler am Kriegerdenkmal in Siedlinghausen.

Siedlinghausen.   Achtklässler der Sekundarschule Medebach-Winterberg erkunden das Kriegerdenkmal in Siedlinghausen. Sie lesen Botschaften aus der Bauweise ab.

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Im Zuge des Geschichtsunterrichts erkundeten Schüler aus der achten Klasse der hiesigen Sekundarschule das Kriegerdenkmal Siedlinghausen. Nach Vorgaben ihres Fachlehrers Florian Kretzschmar sollten sie insbesondere auf Bauweise und Gestaltungselemente achten, um daraus Botschaften an die Besucher des Denkmals zu erkennen. Als Helfer stand ihnen der ehemalige Ortsheimatpfleger und Geschichtslehrer i. R. Franz Mickus zur Seite.

Hinweise und Symbole

Gemeinsam fanden sie eine Vielzahl von Hinweisen und Symbolen, die bei Planung und Bau in den 1920er Jahren eine gestaltende Rolle gespielt haben. Der insgesamt etwa 15 Meter hohe, aus heimischem Porphyrgestein errichtete Turm fällt inmitten eines großen runden Platzes besonders auf. Seine Spitze krönt eine goldene Kugel mit einem Kreuz darauf. Im Hintergrund grenzt eine halbrunde, aus gleichem Material erstellte Mauer den Platz ab. An ihr befestigt sind die Steintafeln mit den eingravierten Namen der im Ersten und Zweiten Weltkrieg gefallenen sowie vermissten Soldaten samt der zugezogenen verstorbenen Vertriebenen. Das Eiserne Kreuz, das Schwert, Stahlhelm, Eichenkranz und Lorbeerzweige sind Symbole für den tapferen und opferwilligen Soldaten, der auf dem „Feld der Ehre“ sein Leben eingesetzt hat. Die um ihren Sohn trauernde Mutter, die um ihren Vater weinenden Kinder sind hier – wie auf vielen anderen Denkmälern dieser Zeit sichtbar – nicht dargestellt.

Das Relief auf der Vorderseite des Turms zeigt einen Soldaten in Uniform mit dem Gewehr im Arm kniend vor dem gekreuzigten Heiland. Hinter ihm breitet ein Schutzengel seine Arme über ihn. Rechts erkennt man eine ihrer Krone beraubten Eiche, aus der seitlich vorsprießende Zweige ein hoffnungsvolles Zeichen setzen. Spätestens hier wurden alle nachdenklich. Kann das Bild eines dankbar dem Tod entronnenen Soldatens die Besucher trösten angesichts der weit über hundert Namen auf den Totentafeln?

Die gewonnenen Erkenntnisse aus der Untersuchung des Denkmals sollen die Schülerinnen und Schüler im Unterricht präsentieren.

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