Wetter

Gibt es dieses Jahr kein weißes Weihnachten in Brilon?

So schön kann der Winter sein, aber ein amerikanisches Wettermodell behauptet, dass es in diesem Jahr keine weiße Weihnacht geben wird.

So schön kann der Winter sein, aber ein amerikanisches Wettermodell behauptet, dass es in diesem Jahr keine weiße Weihnacht geben wird.

Foto: Dieter Frigger

Altkreis.  Ein Wettermodell sagt milde Weihnachten voraus. Wetterexperte Julian Pape hält von langfristigen Voraussagen wenig. Das ist seine Einschätzung.

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Alle Jahre wieder kursieren bereits im Herbst Wettermodelle, die sich mit dem Weihnachtsfest beschäftigen. Genau diese Erfahrung hat ebenso der heimische Wetterexperte Julian Pape gemacht. Auch in diesem Jahr gibt es unter anderem ein amerikanisches Modell, das ein sehr mildes Weihnachtsfest vorhersagt. Der Sauerländer „Wetterfrosch“ sieht so langfristige Vorhersagen eher skeptisch: „Je weiter die Vorhersage in die Zukunft geht, desto unsicherer wird sie“, so seine Einschätzung.

Bei dem amerikanischen Wettermodell, das für die Feiertage in diesem Jahr wenig Hoffnung auf weiße Pracht macht, handele es sich um ein langfristig angelegtes „Experimentier-Modell“, das einen Blick in die Zukunft werfe, erklärt Julian Pape, der das Wetterportal „Sauerlandwetter“ betreibt. Eine verlässliche Vorhersage sei erst vier bis fünf Tage vor Weihnachten möglich, bei einer Woche oder noch darüber hinaus werde es schon schwieriger. Obwohl man generell sagen könne, dass „ein kalter Winter unwahrscheinlicher ist als ein warmer.“

Auch der Winter wird wärmer

Seine Erfahrung aus den letzten Jahren: „Es ist in allen Jahreszeiten wärmer geworden.“ Wenn heute ein Winter im Durchschnitt liege, gelte er gefühlt schon als relativ kalt auch wenn die Zahlen etwas anderes sagen würden. Die letzten richtig winterlichen Weihnachtstage hat es im Jahr 2010 gegeben, so der heimische Wetter-Experte. In den nachfolgenden Jahren seien die Festtage relativ mild gewesen, oft habe es Tauwetter gegeben und selbst in Winterberg kaum Naturschnee.

In den vergangenen Jahren habe es in den Tälern oft Werte um die zehn Grad Celsius gegeben. Erst nach Weihnachten und in den Januar hinein sei es dann in der Regel winterlicher geworden. Ein normaler Dezember hat, so Pape, am Kahlen Asten eine Durchschnittstemperatur von minus 1,7 Grad, in tieferen Lagen liegt der Durchschnittswert bei etwas über null Grad.

Zu früh für eine verlässliche Einschätzung

Und, was das diesjährige Weihnachtsfest angeht, da müssen wir uns wohl noch etwas gedulden, um sicher zu wissen, ob es mal wieder pünktlich zum Fest Schneeflöckchen rieseln wird oder nicht.

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