Neues Schulmodell für Medebach und Hallenberg

"Grünes Licht" für die Verbundschule

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Medebach/Hallenberg. Freude bei den Bürgermeistern und Sicherheit für die Eltern, die ihre Kinder angemeldet haben: „Die Realschule in Medebach und Hallenberg wird gemacht.” Das NRW-Schulministerium gab gestern „grünes Licht”.

Und das, obwohl für die vorgebene Mindestschülerzahl von 56 Jugendlichen für die Realschule bis dato noch sieben Schüler fehlen. Anmeldungen sind aber weiterhin bis acht Wochen vor Beginn des neuen Schuljahres 2008/2009 möglich.Bis gestern Abend lief die offizielle Anmeldungsfrist der Schulen selbst. Nachzügler seien aber selbstverständlich willkommen, betonen die beiden Bürgermeister Nolte und Kronauge. Medebachs Bürgermeister hatte persönlich am Mittwochabend noch sechs unentschlossene Elternpaare angerufen. Mit Erfolg: Drei Eltern hätten sich daraufhin noch für das neue Realschul-Hauptschul-Modell Medebach entschieden. Für die angemeldeten jetzigen Viertklässler - ob nun Haupt- oder Realschule - heißt dies: Sie fahren ab dem Schuljahr 2008/09 für zwei Jahre zum Unterricht nach Hallenberg, ab der Klasse 7 geht es dann umgekehrt für die Schüler vier Jahre lang nach Medebach. Von den bisher angemeldeten Schülern kommen für die Realschule 14 aus Hallenberg, 21 aus Medebach und 14 aus Winterberg/Züschen. Elf Hallenberger und neun Medebacher bilden die Hauptschulklasse.

Ein Thema in Medebach: Obwohl es eine eigene Realschule gibt, wandern dennoch einige Schüler zur Mittelpunktschule in Lichtenfels-Goddelsheim ab: Dort können Eltern ihre Schüler auch mit Hauptschulempfehlungen für die Realschule anmelden, hat Nolte herausgefunden. Michael Kronauge hatte im Gegenzug auf Zuwachs aus dem hessischen Bromskirchen gehofft. Aber niemand meldete sich an. „Oft wurden die Schulferien als Grund genannt, die in Hessen anders liegen”, sagt der Hallenberger. Insgesamt haben sich für den Hauptschulzweig bisher 20 derzeitige Viertklässler angemeldet - damit ist die von der Bezirksregierung geforderte Klassenstärke von 18 Schülern erreicht. „Reichlich Anmeldungen” gibt es laut Heinrich Nolte für das Gymnasium Medebach, das somit weiter zweizügig bis zur Klasse 10 laufen wird - im Zweckverband mit Winterberg. „Ich bin rundum zufrieden. Wir hatten Riesensorgen um den Fortbestand der Schulen und haben nun ein vertretbares System gefunden. Ich habe immer gesagt, eine Stadt ohne Schulen ist eine aussterbende Stadt”, sagt Heinrich Nolte. Hallenberg bekommt jetzt im neuen Schuljahr statt einer gleich drei neue Klassen. Lehrpersonal müsse her, Räume gäbe es genug, betont Michael Kronauge - und freut sich: „Hallenberg ist jetzt eine Stadt mit Grund-, Haupt- und Realschule.”

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