Nachruf

Gymnasium trauert nach Busunglück um ehemalige Lehrerin

Bei dem Busunglück am 17.04.2019 auf der portugiesischen Atlantikinsel Madeira sind 29 Menschen ums Leben gekommen. Unter den Opfern ist auch eine Lehrerin aus Büren

Bei dem Busunglück am 17.04.2019 auf der portugiesischen Atlantikinsel Madeira sind 29 Menschen ums Leben gekommen. Unter den Opfern ist auch eine Lehrerin aus Büren

Foto: dpa

Büren/Brilon.   Beim Busunglück auf Madeira ist eine ehemalige Lehrerin des Mauritius-Gymnasiums Büren gestorben. Die Schule veröffentlicht jetzt einen Nachruf.

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Für das Mauritius-Gymnasium in Büren hat das schreckliche Busunglück auf Madeira, das am 17. April vielen Menschen das Leben kostete, ein Gesicht. Die Schulgemeinde trauert um seine ehemalige Lehrerin Leokardia Ledabil, die bei diesem tragischen Unfall ihr Leben verlor. Ein Nachruf.

Leokardia Ledabil war von 1989 bis 2019 als Lehrerin für Deutsch und Kunst in Büren tätig. Nach einer Ausbildung zur Versicherungskauffrau legte sie am Städtischen Abendgymnasium Bielefeld parallel zu ihrer beruflichen Tätigkeit ihr Abitur ab, bevor sie an der Universität Paderborn Deutsch und Kunst für das Lehramt studierte. Im Anschluss an ihr Referendariat fand sie eine Anstellung am Mauritius-Gymnasium in Büren.

Gute Zuhörerin sowie kluge und kritische Ratgeberin

„Hier vermittelte sie ihren Schülerinnen und Schülern fast 30 Jahre lang ihre persönliche Begeisterung für ihre Fächer. Insbesondere war sie als Künstlerin in der Lage, sie im Kunstunterricht zu inspirieren. Als Lehrerin brachte sie ihnen bei, wie Inspirationen und kreative Ideen umgesetzt werden können. Sie begleitete sie darüber hinaus als gute Zuhörerin sowie kluge und durchaus kritische Ratgeberin“, schreibt Schulleiter Franz-Josef Drüppel in dem Nachruf.

Als Klassenlehrerin sei Leokardia Ledabil stets aufmerksame Ansprechpartnerin für Schüler und Eltern, als Vorsitzende des Lehrerrates habe sie überzeugend die Interessen des Kollegiums vertreten. „Ihr besonderes Augenmerk galt anderen Menschen und ihrem Wohlergehen. Durch ihr kontaktfreudiges und kommunikatives Wesen fiel es ihr leicht, andere für sich zu gewinnen, anregende Gespräche mit ihnen zu führen und sie nachhaltig zu bereichern.“ Das Mauritius-Gymnasium habe einen wertvollen Menschen verloren, dem Kollegium, Schulleitung, Trägerverein, Mitarbeiter sowie Schüler und Eltern ein ehrendes Gedenken bewahren werden.

Bei dem Busunglück Madeira waren 29 Menschen ums Leben gekommen. Viele von ihnen kamen aus NRW. Der Bus war nahe der Inselhauptstadt Funchal auf Madeira (Portugal) einen Abhang hinuntergestürzt und auf ein Haus gekracht. 27 weitere Menschen erlitten Verletzungen.

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