Polizei

Häftling nach Flucht weiter zur Fahndung ausgeschrieben

Das Maria-Hilf Krankenhaus in Brilon

Foto: Jana Naima Fischer

Das Maria-Hilf Krankenhaus in Brilon Foto: Jana Naima Fischer

Brilon.   Der Häftling, der am Dienstagnachmittag im Briloner Krankenhaus Maria-Hilf einem Beamten der JVA Schwerte entwischt war, ist weiter flüchtig.

Er sei weiter zur Fahndung ausgeschrieben, sagte ein Sprecher der Polizei im Hochsauerlandkreis der Westfalenpost.

Der 29-Jährige aus Brilon sitzt in Schwerte-Erste wegen Verkehrsdelikten und Erschleichen von Leistungen ein. Er sollte am Mittwoch operiert werden. Laut Gefängnisleitung handelt es sich um eine „lebenserhaltende Operation“. Auf Anraten des Anstaltsarztes sollte die OP in Brilon stattfinden, da er dort bereits 2016 behandelt wurde.

Der Mann hatte am Dienstag einen Moment genutzt, als ein Beamter der Justizvollzugsanstalt Schwerte zum Waschbecken ging, um sich die Hände zu waschen. Der Häftling lief aus dem Zimmer und verließ das Krankenhaus.

Der 29-Jährige gilt nicht als gewalttätig oder gefährlich. Es ist das erste Mal, dass der Briloner eine Gefängnisstrafe verbüßt. Er hätte nach Angaben der Gefängnisleitung wegen guter Führung Aussichten auf eine vorzeitige Entlassung. Der Ausbruch eines Straftäters aus einem Gefängnis oder eine anderweitige Flucht ist in Deutschland nicht strafbar – allenfalls Begleittaten wie Sachbeschädigung, Körperverletzung, Bestechung oder Bedrohung im Zusammenhang mit einer Flucht werden strafrechtlich belangt.

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