Stadtpolitik

Hallenberg: Haushalts-Defizit wird etwas höher

Das Pflaster in den Hallenberger Altstadtgassen und auf dem Marktplatz soll sukzessive erneuert werden. Das künftige Muster ist bereits gewählt; es ist das Rechte in dieser Modellfläche.

Das Pflaster in den Hallenberger Altstadtgassen und auf dem Marktplatz soll sukzessive erneuert werden. Das künftige Muster ist bereits gewählt; es ist das Rechte in dieser Modellfläche.

Foto: Rita Maurer

Hallenberg.  Neben den Haushaltsreden stand unter anderem die Altstadt auf der Tagesordnung: Es steht jetzt fest, welche Straßen als erste erneuert werden.

Grippegeschwächt startete der Stadtrat Hallenberg in seiner Sitzung am Mittwoch ins Jahr 2020. Fast ein Viertel der Mitglieder musste sich abmelden, der Rat blieb jedoch beschlussfähig.

Haushalt 2020

Gegenüber dem Haushaltsentwurf vom Dezember 2019, der noch ein fiktives Defizit von 1,4 Mio. Euro vorsah, haben sich einige Änderungen ergeben. So sollen in Hesborn der Feuerlöschteich für 20.000 Euro einen Zaun erhalten und der Bollerbergturm für 75.000 Euro saniert werden. Aufgrund der Borkenkäferplage wird eventuell ein weiterer Schlepper für die Waldarbeiten nötig, für den 160.000 Euro in den Haushalt eingestellt wurden.

Der Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer sinkt, einige Positionen konnten gestrichen werden. Unter dem Strich ergibt sich im Haushalt 2020 nunmehr ein fiktives Minus von 1,5 Mio. Euro, das durch die Rücklagen ausgeglichen werden könnte. Bürgermeister Michael Kronauge zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass so wie in den vergangenen Jahren auch wieder ein Plus am Ende des Jahres stehen werde. Der Rat stimmte dem Haushalt geschlossen zu.

Alfons Dielenhein (CDU) kritisierte in seiner Haushaltsrede, dass mit gut 5,4 Mio. Euro fast die Hälfte des Haushalts für Transferleistungen wie Kreis-, Jugendamts- und Gewerbesteuerumlagen abgeführt werden müssen. Volker Gehrisch (BfH) wies darauf hin, dass seine Fraktion mit drei Mitgliedern zwar zu klein für eine starke Opposition gegenüber der CDU mit 15 Stimmen sei. Sie habe aber ihre kritische Stimme genutzt und werde im Haushalt 2020 alle großen Investitionen mittragen. Die Haushaltsrede der SPD fiel der Grippewelle zum Opfer.

Krankenhaus-Resolution

Die gemeinsame Resolution der Städte Hallenberg, Medebach, Winterberg und des Hochsauerlandkreises zum dauerhaften Erhalt des Krankenhauses ist eigentlich schon bekannt. Dennoch las Bürgermeister Michael Kronauge sie vor dem einstimmigen Beschluss der Ratsmitglieder noch einmal in voller Länge vor: „Da steht alles drin, was die Misere ausmacht. Es ist ein Trauerspiel, dass die Krankenkassen heutzutage gegen alles klagen und dadurch ein kleines Krankenhaus nicht mehr tragfähig sein kann.“

Altstadt-Gestaltung

Die Straßen „Hofstadt“ und „Zum Brauhof“ sind die ersten, die im Zuge der Altstadt-Neugestaltung ab dem Sommer angegangen werden sollen. Der Rat legte sich auf ein bestimmtes Pflaster fest. Die zur Verfügung stehenden Muster sind am Marktplatz ausgestellt; die Entscheidung fiel für das Muster Nr. 5 (im Bild ganz rechts).

Osternacht

Für den Antrag zur Osternacht als Immaterielles Unesco-Kulturerbe haben die Hallenberger die Expertin Christiane Cantauw vom LWL mit ins Boot geholt, da sich die beizufügenden Unterlagen als unerwartet kompliziert erwiesen haben. Bis Ende Februar soll das Gutachten von Christiane Cantauw fertig sein, so dass der Antrag gestellt werden kann. Eine Entscheidung könnte im Oktober fallen.

Breitband

Ende September startet der Breitbandausbau auch für Liesen und soll bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Dabei werden Glasfaserkabel-Anschlüsse verlegt. Im Mai oder Juni ist eine Bürgerinformations-Veranstaltung geplant, bei der die Bürger erfahren, welche Bauarbeiten erforderlich sind und wie sie das schnelle Internet künftig nutzen können.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben