Skiklub Wunderthausen

Hallenberger Grundschüler mutig auf Inlineskates unterwegs

Das sieht doch schon gekonnt aus: Am Ende des Nachmittags meistern viele der Kinder den Inliner-Parcours.

Das sieht doch schon gekonnt aus: Am Ende des Nachmittags meistern viele der Kinder den Inliner-Parcours.

Foto: Stefanie Bald

Hallenberg.  Über 70 Kinder haben einen Nachmittag lang mit dem Skiklub Wunderthausen Inlineskaten geübt. Der Klub war auch auf der Suche nach Talenten.

„Wie man hinfällt? Ja so!“, kräht Elias und sitzt peng auf dem Hosenboden. Der ist zwar durch Muskeln gut gepolstert, aber eigentlich keine geeignete Landestelle – besser wäre es, nach vorn auf die Schoner zu fallen, die alle Kinder an Knien, Ellbogen und Handgelenken tragen. Plus Helm natürlich.

Geduldig erklärt Isabell Weller vom Skiklub Wunderthausen den Kindern, wie man richtig auf den Inlineskates steht, wie man damit geradeaus und weite und enge Kurven fährt und, ja, wie man hinfällt, ohne sich wehzutun.

Über 70 Grundschulkinder haben sich an diesem Tag nach Schulschluss für das Inlinertraining mit dem Skiklub angemeldet. „Von dieser Resonanz waren wir wirklich positiv überrascht“, sagt Weller.

Sie und ihre Schwester Ricarda sind zusammen mit Klubkameraden als ehrenamtliche Helfer dabei, dazu kommen zwei Damen vom Deutschen Skiverband, die einen Kleinbus voller Leihhelme und -schoner sowie Material für einen Inliner-Parcours mitgebracht haben.

Kleiner Parcours zum Abschluss

Am Ende des etwa anderthalbstündigen Trainings sollen alle Kinder den Slalom, eine kleine Rampe, ein Stück Einbeinfahren und mehrere Kurven schaffen. „Die Erfahrung zeigt, dass das meist kein Problem ist. Kinder lernen schnell – und sie haben keine Angst“, sagt Weller.

Tatsächlich gehen die Kinder recht pragmatisch an die Sache heran, auch wenn der Wagemut nicht bei allen gleich groß ist. Aber ein Sturz ist halb so schlimm. Muss man eben wieder aufstehen.

Isabell Weller hat die Gruppe übernommen, die das Inlinerfahren schon einmal ausprobiert hat, es aber noch nicht wirklich sicher kann.

Ein paar Meter daneben trainieren die Anfänger. Sie bekommen erstmal nur einen Rollschuh und üben, damit anzufahren und das Gleichgewicht zu halten. „Super gemacht, du kannst dir einen zweiten Schuh holen“, lobt der Trainer, als ein Mädchen beherzt anfährt, die Arme gerade vor dem Körper, als wolle sie sich mit Skistöcken abstoßen.

Das ist kein Zufall: Der Skiklub organisiert die Aktion an der Grundschule auch, um nach Talenten Ausschau zu halten und die Kinder an den Sport heranzuführen. „Inlinertraining ist bei uns enorm wichtig“, erklärt Isabell Weller. „Die Kinder im Grundschulalter trainieren das mindestens einmal pro Woche und von den fünf Sommerwettkämpfen in dieser Altersklasse werden zwei auf Inlinern ausgetragen.“

Regelmäßig soll das Angebot aber nicht in Hallenberg stattfinden. „Das wäre an den Nachmittagen zeitlich von unseren Ehrenamtlichen nicht zu stemmen“, bedauert Weller.

Am Ende alles heil geblieben

Dass der Verein auch neben dem Sport viel unternimmt, zum Beispiel Schwimmen gehen und Ausflüge in den Freizeitpark, erfahren die Kinder ebenfalls. Der Sport stärkt auch den Teamgeist: Schon bald hallen Rufe wie „Du schaffst das!“, „Guck mal, so geht das. Lass einfach die Wand los!“, über den Übungsplatz.

Am Ende steht ein positives Fazit: Tatsächlich haben eine Menge Kinder den Parcours geschafft – und wo ein paar Vorderzähne fehlten, war das ausschließlich altersbedingt.

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