Gericht

Haube soll Angeklagten in Niedersfeld am Spucken hindern

Der Tatort in Niedersfeld. Hier wurde im September 2015 ein Mann getötet.

Der Tatort in Niedersfeld. Hier wurde im September 2015 ein Mann getötet.

Foto: WP

Niedersfeld/Arnsberg.   Der Angeklagte, dem vorgeworfen wird, im September einen Mann in Niedersfeld getötet zu haben, steht ab Donnerstag in Arnsberg vor Gericht. Es gelten besondere Sicherheitsvorkehrungen.

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Mit verschärften Sicherheitsvorkehrungen startet am Donnerstag der Prozess gegen einen 27-Jährigen, dem vorgeworfen wird, im September 2015 einen Mann in Niedersfeld getötet zu haben. Vor Gericht muss der Angeklagte einen Spuck-Schutz und Fesseln tragen.

Das bestätigte Dr. Johannes Kamp, stellvertretender Pressesprecher des Landgerichts Arnsberg, auf Anfrage unserer Zeitung. Die Sicherheitsvorkehrungen seien eine „begründete Entscheidung“ des Vorsitzenden Richters. Bei der für das Landgericht „sehr außergewöhnlichen Maßnahme“ gehe es darum, die „Sicherheit der Verhandlung zu gewährleisten.“

Auch das Düsseldorfer Justizministerium erklärte, dass ein Spuck-Schutz äußerst selten zum Einsatz komme. Der morgen vor Gericht stehende Angeklagte ist demnach aktuell der einzige Häftling in ganz NRW, bei dem eine solche Vorsichtsmaßnahme angewendet wird.

Bei einem Spuckschutz handelt es sich um eine dünne Stoffhaube, durch die der Träger zwar problemlos atmen, aber niemanden anspucken kann.

Der 27-jährige Angeklagte, der sich seit dem 29. September in Untersuchungshaft befindet, soll sein Opfer auf dessen Grundstück in Niedersfeld nach einem Streit brutal getötet haben. Dabei soll er dem Niedersfelder mehrere Stichverletzungen zugefügt und ihn dann durch Schläge mit einem Gegenstand auf den Kopf tödlich verletzt haben. Dabei soll das Gesicht des Getöteten mehrere Zentimeter tief in den Rasen geschlagen worden sein.

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