Leader-Projekt Schülerfestival

Holi-Festival zum Abschied für Sekundarschule Siedlinghausen

Der krönende Abschluss des Schulhoffestivals in Siedlinghausen: die Farbpulver-Party beim Holi-Festival.

Der krönende Abschluss des Schulhoffestivals in Siedlinghausen: die Farbpulver-Party beim Holi-Festival.

Foto: Stefanie Bald

Siedlinghausen.  Mit viel Musik und Action hat die Festival-AG des Schulstandorts die Abschiedsparty ausgerichtet. Doch das Beste kam zum Schluss.

„Das Abrisskommando: Wir machen die Bude bunt!“ heißt es auf den knallroten T-Shirts, an denen die Festival-AG zu erkennen ist. Darin steckt er schon, der Hinweis auf die Doppelbedeutung dieses Festtages. Denn Gründe zur Freude gibt es viele: Organisation hat gut geklappt, Musik haut rein, in weniger als 24 Stunden beginnen die Sommerferien.

Aber ein bisschen Traurigkeit beschleicht die Feiernden trotzdem hier und da. Denn wenn am Freitag die Zeugnisse verteilt und die Ferien eingeläutet sind, ist auch die Geschichte der weiterführenden Schule in Siedlinghausen zu Ende erzählt. Der Schulstandort wird geschlossen, alle Schüler wechseln im August nach Winterberg.

Gäste aus Winterberg und Medebach

„Es ist wichtig, dass die Standorte nach und nach zusammenwachsen“, betont Schulleiter Uwe Kruse. Deshalb waren zum Festival auch Sekundarschüler und -lehrer aus Winterberg und Medebach eingeladen und sind gern gekommen. Aus der 10. Klasse, die bereits in Winterberg unterrichtet wird, haben sogar einige in der Festival-AG mitgearbeitet.

An die 30 Jugendliche waren in der AG, angeleitet von den Lehrkräften Anne-Kathrin Stiegler und Florian Kretzschmar. Anfangs seien es sogar rund 60 gewesen, berichtet Maya Danne vom Verein Ensible, auf dessen Idee die von der Leader-Region HSK ausgerichteten Schulfestivals zurückgehen. „Warum die anderen raus sind? Die hatten halt keine Lust mehr, vielleicht war es ihnen auch zu viel Stress und Verantwortung“, vermuten Mira und Nele.

Denn zu den Schülerfestivals gehört, dass die Jugendlichen sie nach Kräften selbst ausrichten und sich dabei auch um uncoole Dinge wie rechtliche Vorgaben, Einverständniserklärungen und Budgetplanung kümmern müssen. Wer wie Mira und Nele treu dabei geblieben ist, hatte die Ehre, beim Festival das knallrote AG-T-Shirt zu tragen.

Das Beste kommt zum Schluss

Und die Bude bunt machen – diesem Motto wurden die Schüler mehr als gerecht. Nach den obligatorischen Grußworten zum Festbeginn ließen die Schüler ihrer Feierlaune freien Lauf: Zu Rock- und Hip-Hop-Musik ging es auf und vor der Bühne richtig ab, eine Graffiti-Gruppe hatte große bunte Banner gestaltet, der mechanische Bulle kam kaum zur Ruhe und viele Erinnerungsfotos entstanden in der Fotobox. Das Beste allerdings sollte zum Schluss kommen.

Wer um die Schule herumging, bekam einen Hinweis auf das, worauf alle Schüler hinfieberten: das Holi-Festival. Für die große Farbpulver-Wurf-Party waren Gebäudewand und Sportplatz zum Schutz mit riesigen schwarzen Folien abgehängt.

Was dann noch fehlt: Musik und eine Handvoll Farbe für jeden. Auf Los geht’s los.

Sogar der leichte Regen schien ein Einsehen zu haben und machte so lange Pause, bis die Mädchen und Jungen ihrer Schule einen würdigen, farbenprächtigen Abschied bereitet hatten. „Es war schon schön hier, mit dem Sportplatz und dem Schwimmbad direkt nebenan“, findet Mira. Aber die Kinder halten sich am Festivaltag nicht lange mit Traurigsein auf.

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