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HSK: Darum steigen trotz Corona die Übernachtungszahlen

Florian Hoffmann ist der neue Leiter der Jugendherberge in Brilon. Die Öffnung der Jugendherberge wirkte sich positiv auf den Tourismus in Brilon aus.

Florian Hoffmann ist der neue Leiter der Jugendherberge in Brilon. Die Öffnung der Jugendherberge wirkte sich positiv auf den Tourismus in Brilon aus.

Foto: Katja Kordel

Brilon.  Wegen Corona können viele Gäste aus dem Ausland keinen Urlaub im Altkreis Brilon machen. Das wirkt sich anders als gedacht auf die Städte aus.

In den touristischen Hochburgen haben trotz Corona fast ebenso viele Gäste Urlaub gemacht wie im vergangenen Jahr. Dabei haben Urlauber aus Deutschland den starken Rückgang bei Besuchern aus dem Ausland wettgemacht. Und sie sind länger geblieben. Das geht aus der jetzt vorgelegten Bestandsaufnahme von IT NRW hervor.

In Winterberg zum Beispiel stieg die Zahl der Übernachtungen im Vergleich zum September vergangenen Jahres von 85.698 auf 92.556 an. Die gingen auf das Konto von 27.731 Gästen. Das waren waren zwar 728 weniger als im Vergleichsmonat, allerdings waren darunter nur 6740 Urlauber aus dem Ausland, 16,5 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Die Aufenthaltsdauer stieg von 3 auf 3,3 Tage.

Mehr Besucher in Medebach

Medebach und Brilon legten bei den Besuchern sogar zu. Nach Medebach kamen 18.107 Gäste, 93 mehr als vor einem Jahr. Auch hier war allerdings bei den Besuchern aus dem Ausland ein leichter Rückgang um 3,3 Prozent auf 2372 Besucher zu verzeichnen. Bemerkenswert die um exakt einen Tag auf 4,4 Tage verlängerte durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Urlauber - der Spitzenwert im Sauerland. Das machte unterm Strich in dem Center Parcs-Standort 80.369 Übernachtungen gegenüber 60.472 vor einem Jahr, ein satter Zuwachs um 32,9 Prozent.

Nach Brilon kamen im September insgesamt 4627 Gäste, vier mehr als vor einem Jahr. Allerdings befanden sich darunter nur 674 Besucher aus dem Ausland, vor Jahresfrist waren es noch 1044. Auch hier stiegen die Übernachtungen deutlich von 14.413 auf 15.307 oder 6,2 Prozent an. Mit ein Grund: Mit dem neuen Buiterling-Hotel in der Innenstadt und der nach einjährigem Umbau wiedereröffneten Jugendherberge auf dem Hölsterloh standen zusätzliche Betriebe zur Verfügung. Insgesamt hatte sich die Übernachtungskapazität in Beherbergungsbetrieben mit mindesten Betten um 91 auf 1272 erhöht, zusätzlich standen auf dem Campingplatz 118 Stellplätze zur Verfügung.

Kreisweit weniger Gäste

Kreisweit ging die Gästezahl von 113.861 auf 104.415 zurück, das ist ein Minus von 8,3 Prozent. Die Übernachtungszahlen stiegen allerdings von 333.452 auf 349.496 (Ein Zuwachs von 4,8 Prozent).

Ein Blick auf die Entwicklung bei Gästen und Übernachtungen in den anderen Städte im Altkreis Brilon (in Klammern September 2019):

Hallenberg : Gäste: 2757 (2914), Übernachtungen: 7029 (7159);

Marsberg: Gäste: 857 (1131), Übernachtungen: 1647 (2301);

Olsberg: Gäste: 4773 (6202), Übernachtungen: 12.162 (14.477).

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