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HSK: So bringt man seine Kinder sicher zur Schule

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Bald startet die Schule und Schulanfänger sind meistens auch Verkehrsanfänger.

Bald startet die Schule und Schulanfänger sind meistens auch Verkehrsanfänger.

Foto: dpa

Hochsauerland/Brilon.  Mit dem Beginn des neuen Schuljahres sollte Autofahrer wieder besonders auf Kinder im Straßenverkehr achten. Aber auch Eltern sind gefragt:

Am Mittwoch, 10. August, beginnt in NRW das neue Schuljahr. Mit der Aufforderung „Brems Dich! Schule hat begonnen“ bittet die Verkehrswacht zu Beginn des neuen Schuljahres alle Verkehrsteilnehmer um Aufmerksamkeit gegenüber allen Schulkindern. Dafür hat die Verkehrswacht Brilon große gelbe Spannbänder mit der Aufschrift „Brems Dich! Schule hat begonnen“ angebracht, die die Autofahrer und -fahrerinnen daran erinnern sollen, in den ersten Wochen des Schulbeginns ganz besonders auf Kinder aufzupassen.

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Kinder mit Auto zur Schule bringen? Keine Alternative

„Denn Schulanfänger sind meistens auch Verkehrsanfänger“, sagt Bernd Henne, Geschäftsführer der Verkehrswacht. Jüngere Kinder sind im Straßenverkehr besonders gefährdet. „Sechsjährige Schulanfänger können etwa Entfernungen und Geschwindigkeiten noch nicht richtig einschätzen. Auch handeln sie oftmals sehr impulsiv“, erklärt Bernd Henne. Wichtig sei es deshalb auch, dass das Kind sich rechtzeitig auf den Weg zur Schule macht, um nicht in Zeitdruck zu geraten. Eltern von Erstklässlern rät er, ihre Kinder in den ersten Tagen noch zu Fuß zur Schule zu begleiten und sie auf Gefahrenstellen wie Ein- und Ausfahrten oder schwer einsehbare Stellen auf ihrem Schulweg hinzuweisen. Erst wenn man sicher sein kann, dass das Kind das Gezeigte verinnerlicht hat, sollte es alleine zur Schule gehen. Henne fährt fort: „Kinder in diesem Alter müssen die Möglichkeit erhalten, das korrekte Handeln richtig zu erlernen.“ Das Kind mit dem Auto zur Schule zu bringen sei keine Alternative. „Nur im realen Verkehrsgeschehen lernen die Kinder, wie sie sich sicher verhalten. Hinzu kommt, dass zu viel Autoverkehr vor Schulen die zu Fuß kommenden Schüler gefährdet“, so Bernd Henne.

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Die Polizei im Hochsauerlandkreis, die Stadt Brilon und die Dekra-Niederlassung in Meschede, mit dem Initiator Jan Varnhagen, werden ab dem kommenden Schuljahr in Brilon die „Aktion toter Winkel“ ins Leben rufen. Vom 15. bis 17. August, und dann jedes Jahr zu Beginn des Schuljahres, wird die Aktion für die Schüler der vierten Klasse angeboten. Ziel ist es, dass jedes Kind an diesem Tag lernt, was ein toter Winkel ist, die Gefahren erkennt und weiß, wie es sich verhalten soll, damit es zu keiner gefährlichen Situation oder gar einem Unfall kommt. Dies wird erreicht durch praktische Übungen am stehenden und fahrenden Lkw.

Des Weiteren soll jedes Kind auf dem Fahrersitz Platz nehmen und dadurch erkennen, dass ein Fahrer einen großen Bereich vor, neben und hinter dem Lkw nicht einsehen kann. der SPD-Bundestagsabgeordnete Dirk Wiese, Schirmherr der „Aktion toter Winkel“, zeigt sich begeistert von der Idee. „Es ist wichtig, die Kinder für mögliche Risiken im Straßenverkehr zu sensibilisieren und auf Gefahren aufmerksam zu machen. Ich danke allen Beteiligten, vor allem Jan Varnhagen, für die Initiative.“ Die verwendeten Lkw werden von den in Brilon ansässigen Firmen LVS Witteler, Lobbe Entsorgung sowie Klaholz Speditionslogistik bereitgestellt.

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