Strunzertaler Pfoten

Hunde rennen in Olsberg so schnell ihre Pfoten sie tragen

Das Hunderennen der Strunzertaler Pfoten e.V.

Das Hunderennen der Strunzertaler Pfoten e.V.

Foto: Jutta Maas

Olsberg.   Beim Hunderennen in Olsberg messen sich die verschiedensten Rassen miteinander. Die Organisatorin erklärt die Idee hinter dem Event.

Woher weiß der Hund eigentlich, dass er gerade an einem Rennen teilnimmt? „Ganz einfach“, sagt Martina Eickwinkel. „Die Besitzer laufen voraus bis zum Ziel. Dann rufen Sie ihren Hund und in dem Moment wird er losgelassen.“

Martina Eickwinkel hat als Vereinsvorsitzende der Strunzertaler Pfoten e.V. mit ih23rem rund 20 Helfer starken Team das große Hunderennen am Sonntag in Olsberg organisiert. Seit drei Tagen sind sie am Ackern, damit alles perfekt ist. „Besonders freue ich mich, dass das Rennen nun schon zum dritten Mal auf unserem eigenen Gelände am Ortsausgang Richtung Antfeld stattfinden kann“, so Martina Eickwinkel.

Wie ein kleiner bunter Jahrmarkt, kommt dieses Hunderennen daher. Wer gequälte Galgos erwartet, wird eines Besseren belehrt. Hier treten Hunde mit Familienanschluss an. Überall kampieren kleine Rudel aus Menschen und Hunden auf dem Gelände.

49 Teilnehmer gehen an den Start

Bunte Hundeartikel werden an liebevoll aufgestellten Ständen angeboten. Es duftet nach frischen Waffeln und Bratwürstchen vom Grill. Die Stimmung ist freundlich und entspannt. Bellen ist nicht zu hören. Die meisten Hunde liegen in der Sonne und dösen. Es ist gerade Pause.

49 Teilnehmer gehen heute an den Start. Christine Weinert ist mit Nadine und Daniel Knefel aus Melle bei Osnabrück angereist. Für ihre fünf Hunde haben sie ein geräumiges Zelt aufgebaut und sitzen gut gelaunt auf Camping-Stühlen davor. „Klein aber fein“, finden sie das Hunderennen in Olsberg. „Normalerweise sind die Rennen, die wir besuchen, mindestens doppelt so groß“, erzählt Nadine Knefel.

„An dem Rennen hier in Olsberg finde ich besonders schön, dass alle Rassen zugelassen sind. Das ist nicht selbstverständlich“, sagt Christine Weinert.

Elektronische Zeitmessung

Dann geht es los. Die Spannung steigt. Eine gewisse Bewegung setzt auf dem Gelände ein. Jeder Hund wird professionell angesagt. Die Zeit wird elektronisch gemessen. Sehr überraschend sind die Geräusche, die sich Frauchen und Herrchen ausdenken, um ihre Lieblinge zu sich zu locken. Hoch und schrill – von gequiekt bis gequietscht ist alle dabei. Voller Motivation und voller Freude geben sie wirklich alles, um ein gutes Ergebnis zu erzielen.

Die Hunde scheinen ähnlich zu empfinden. Sie rennen wie der Wirbelwind, springen und wedeln mit dem Schwanz. Sofort wird die Zeit bekannt gegeben: 4,25 Sekunden. Ein Grund zu jubeln! Aber was ist, wenn das Ergebnis nicht so gut ausfällt? 25 Sekunden - der Hund hat irgendwie den Weg nicht gefunden. Kein Problem für die Besitzerin. Ein Grinsen, ein Schulterzucken. „So ist das eben. Hunde sind auch nur Menschen.“

Nervosität vor dem Start

„Jetzt möchte Mexx dran sein“, fordert Malia Dietrich. Sie ist drei Jahre alt und schon zum dritten Mal dabei. Mit ihren Eltern Larissa und Fabian und den zwei Familienhunden ist sie aus Holzhausen bei Bad Laasphe extra nach Olsberg gekommen. Nächstes Jahr kommen sie zu sechst, wenn das neue Baby da ist.

Bevor es losgehen kann, bekommt Mama Larissa noch ihren Grillkäse serviert. „Das musste jetzt einfach sein“, verrät sie lächelnd. Dann ist Mexx endlich dran. Stolz wird er von Malia zum Start geführt. Mexx wartet hier bis Malia mit ihrer Mama unter rufen und jubeln zum Ziel gelaufen ist.

Spaß soll im Vordergrund stehen

Dann kommt Mexx in riesigen Sätzen angesprungen. Malia und Larissa rufen lauter und lauter. Mexx durchbricht die Ziellinie. „Jaaaaa, jaaaaa!“ schreien Malia, Fabian und Larissa. Und die Zeit? „Egal.“ „Hier ist alles just for fun. Es geht wirklich nur um den Spaß“, erklärt die zufriedene Organisatorin Martina Eickwinkel. Dieses Rennen ist ein Fest für Hunde-Liebhaber im besten Sinne des Wortes.

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