Umbau

Ideen für Nutzung von Krankenhaus-Gelände in Olsberg gefragt

Für das ehemalige Krankenhaus-Gelände in Olsberg sollen jetzt konkrete Nutzungsideen gesammelt werden.

Für das ehemalige Krankenhaus-Gelände in Olsberg sollen jetzt konkrete Nutzungsideen gesammelt werden.

Foto: WP

Olsberg.  Ehemaliges Krankenhaus-Gelände in Olsberg soll drei Bereiche erhalten: zwei Baufelder für das Wohnen und das Baufeld „Gesundheit und Soziales“.

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Die „Weichen“ für eine neue Nutzung des früheren Krankenhaus-Geländes in Olsberg sind gestellt – jetzt sind konkrete Ideen für die Zukunft des rund 10.800 Quadratmeter großen Areals in direkter Nachbarschaft zum Olsberger Stadtkern gefragt.

Der Stadtrat hatte Ende März für den Entwicklungsbereich „Soziales und Gesundheit“ ein zweistufiges Verfahren zur Grundstücksvergabe beschlossen. Auch der Flächennutzungsplan wird geändert: Die Mitglieder des Ausschusses Planen und Bauen haben sich am 11. April einstimmig für ein entsprechendes Verfahren ausgesprochen. Eine frühzeitige Bürgerbeteiligung ist für Juni vorgesehen.

Ergebnis einer Machbarkeitsstudie

Drei Bereiche soll es künftig auf dem Gelände des früheren Olsberger Krankenhauses geben: Im Norden und Süden sollen zwei jeweils gut 3000 Quadratmeter große Baufelder dem Wohnen vorbehalten sein. Südlich der geplanten Zufahrt zu Grund- und Sekundarschule liegt dann das rund 5100 Quadratmeter große Baufeld „Gesundheit & Soziales“.

Bereits im Vorfeld des Förderantrages, den die Stadt Olsberg bei der Bezirksregierung Arnsberg gestellt hatte, war die funktionale „Dreiteilung“ des Grundstücks das Ergebnis einer Machbarkeitsstudie. Das Baufeld „Soziales & Gesundheit“ ist der Kernbereich der neuen Mitte im Quartier – und gleichzeitig zentrale Förder-Voraussetzung des Zuwendungsbescheids, wie Hubertus Schulte, Leiter des Fachbereichs Bauen und Stadtentwicklung, sagt.

Breite Nutzung möglich

Das denkbare Spektrum der geplanten Nutzungen reicht dabei von altersgerechten Wohnformen mit teilweise niederschwelligem Pflegeangebot über einen ambulanten Pflegestützpunkt mit Einbindung von Ärzten und Physiotherapeuten oder ein Ärztehaus bzw. medizinisches Versorgungszentrum bis hin zu einem Mehrgenerationen-Campus.

Nun liegt es an interessierten Entwicklern und Betreibern, Ideen und Konzepte zu konkretisieren: Ab dem 17. April soll der Teilnehmerwettbewerb im EU-Bekanntmachtungsblatt sowie in den Medien der Region vorgestellt werden. Bis Ende Mai könnten dann die Teilnahmeanträge eingereicht werden, die bis Ende Juni durch eine städtische Auswahlkommission aus Politik, Verwaltung sowie einem Planer ausgewertet werden. Für die Ratssitzung am 4. Juli ist ein Zwischenbericht vorgesehen; Mitte Juli soll eine Aufforderung an die besten fünf Bewerber ergehen, einen Angebotsentwurf einzureichen.

Das Verhandlungsverfahren

Damit würde der zweite Schritt beginnen, das Verhandlungsverfahren. Bis Oktober hätten die ausgewählten Bewerber Zeit, ihre Angebote und Entwürfe zu erstellen; die im November im Dialog mit der Auswahlkommission konkretisiert und verfeinert werden können. Ziel ist es, im Februar 2020 in einer Sondersitzung des Rates die Wertungen der Vergabekommission vorzustellen – „die letzte Entscheidung hat der Rat“, so Bürgermeister Wolfgang Fischer.

Letztlich liege es an den Vorschlägen der Interessenten, ob und in welchem Umfang die bestehende Gebäudesubstanz des früheren Krankenhauses genutzt werden solle, so Thomas Rösen, stv. Leiter des Fachbereichs Bauen und Stadtentwicklung – wahrscheinlich sei jedoch, dass die Bebauung wegen ihres schlechten Zustands weitgehend abgerissen werde. An ihre Stelle könnten neue, zwei- bis dreigeschossige Gebäude treten. Ebenso ergebe sich aus dem Verfahren, dass am Ende nur ein in sich verzahntes Angebot aus Investor und Betreibergesellschaft – oder mehreren Betreibergesellschaften - den Zuschlag erhalten könne. Bürgermeister Wolfgang Fischer: „Hier haben wir die Möglichkeit, wichtige Impulse für die Zukunft der Gesamtstadt zu setzen.“

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