Jubilar-Ehrung

IG-Metall Olsberg feiert 6715 Jahre Gewerkschafts-Treue

Auszeichung für langjährige Treue zur Gewerkschaft.

Auszeichung für langjährige Treue zur Gewerkschaft.

Foto: Joachim Aue

Elpe.  Die IG-Metall Olsberg hat jetzt 180 Mitglieder für ihre langjährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. Große Freude über 300 Neumitglieder.

180 Jubilare und damit 6715 Mitgliedsjahre standen im Mittelpunkt der diesjährigen Jubilarfeier der IG-Metall-Geschäftsstelle Olsberg in der Schützenhalle der Elper St.-Laurentius-Schützenbruderschaft. Dabei galt der Beifall der 350 Metaller besonders Ewald Schledde und Otto Socha, die ebenso wie Werner Gräfe der Gewerkschaft seit 70 Jahren die Treue halten.

Der 1. Bevollmächtigte Helmut Kreutzmann zollte in seinem Grußwort allen Jubilaren seine Wertschätzung und bezeichnete sie als starkes Bollwerk gegen Ausbeutung und voranschreitende Ungerechtigkeit. Außerdem seien sie ein Vorbild in der immer stärker werdenden IG Metall Olsberg. Diese sei 2018 auf 4135 Kolleginnen und Kollegen angewachsen. Im Jahresverlauf habe man bereits das 300. neue Mitglied begrüßen können.

In Verhandlungen viel erreicht

Ohnehin habe die IG Metall 2018 ein starkes Jahr hingelegt und in Tariffragen viel erreicht, so Kreutzmann. Vor allem bei der Wahloption, um acht freie Tage für Pflege, Kindererziehung oder bei belastenden Arbeitszeiten zu verhandeln, habe man ins Schwarze getroffen. Außerdem hoffe er, dass sich in der großen Koalition bis zum Ende der Legislaturperiode noch einiges zum Guten bewege, zumal mit der Wiedereinführung der Parität bei den Krankenkassenbeiträgen ein Stück Gerechtigkeit wieder hergestellt worden sei.

„Wir machen das!“ Unter diesem Motto habe kürzlich im Olsberger Rathaus eine erfolgreiche Veranstaltung zum Thema Arbeitskräftemangel stattgefunden, die bei der Bundesagentur, der Politik, den Betriebsräten und auch bei den Arbeitgebern mehr als gut angekommen sei.

Betriebe brauchen Zuwanderung

Dabei sei mehr als deutlich geworden, dass man im Hochsauerland eine Zuwanderung von Arbeitskräften brauche, um die Abwanderung von Arbeitsplätzen zu verhindern. Kreutzmann: „Ich möchte nicht, dass Arbeitgeber ihre Betriebe verlagern, weil Arbeitskräfte fehlen.“ Auch sei die Idee, jene Arbeitgeber auszuzeichnen, die unter anderem ihre Tarifverträge einhalten, sowie Betriebsräte und Jugendvertretungen akzeptieren, gut angekommen (wir berichteten).

Einsatz für moderne Arbeitszeiten

„Das ist eine hohe Wertschätzung für die Unternehmen“ – das hoben sowohl Olsbergs Bürgermeister Wolfgang Fischer, der heimische Bundestagsabgeordnete Dirk Wiese (SPD) und der Landtagsabgeordnete Matthias Kerkhoff (CDU) in ihren Grußworten hervor.

In seiner Festansprache bezeichnete der Regionalvorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Ingo Degenhardt, das Jahr 2018 als ein historisches Jahr für die IG Metall. Erstmals seit 34 Jahren sei wieder für modernere Arbeitszeiten gekämpft worden, für Arbeitszeiten, die sich den Lebensumständen der Beschäftigten anpassen. Damals habe man für die 35-Stunden-Woche gestreikt.

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