Arbeitsmarkt

Im Altkreis Brilon gibt es attraktive Jobs vor der Haustür

Seit 2012 findet die Top-Nachwuchsmesse statt. Am Dienstag gastierte sie in Hallenberg. Mehr als 600 Schülerinformierten sich über die Angebote von 45 Unternehmen aus der Region.

Foto: Rita Maurer

Seit 2012 findet die Top-Nachwuchsmesse statt. Am Dienstag gastierte sie in Hallenberg. Mehr als 600 Schülerinformierten sich über die Angebote von 45 Unternehmen aus der Region. Foto: Rita Maurer

Hallenberg.  Eine Erfolgsgeschichte geht in die nächste Runde: Messe „Top-Nachwuchs für Top-Firmen“ findet in Hallenberg statt.

Mit der Idee einer Messe nur für Abiturienten und Berufskollegschüler zusätzlich zu den bestehenden Ausbildungsbörsen für die anderen Schulen haben die sechs Städte im Altkreis Brilon im Jahr 2012 südwestfalenweit Neuland betreten. Ziel sollte sein, Oberstufenschüler von Gymnasien und Berufskollegs mit örtlichen Firmen in Kontakt zu bringen, um zu zeigen, wie viele qualifizierte Stellenangebote es in der Region gibt. Dadurch soll angesichts des vielzitierten demografischen Wandels ein Anreiz geschaffen werden, dass diese Schüler entweder hier eine Ausbildung beginnen oder nach dem Studium zurück ins Sauerland kommen – ein Ansatz, der damals ins Leader-Förderprogramm aufgenommen wurde.

45 Firmen präsentieren sich

Die Messe findet seitdem jedes Jahr reihum in den sechs Altkreisstädten statt. Dass sich diese Idee etabliert hat, zeigte gestern die bisher höchste Resonanz mit über 600 Schülern der drei Gymnasien Winterberg, Brilon und Marsberg sowie der Berufskollegs in Olsberg und Brilon. Deshalb wird die Reihe nächstes Jahr in Brilon fortgesetzt und in den Jahren danach in den anderen Kommunen zu Gast sein.

Hochqualifizierte Fachkräfte in einer Sauerländer Schützenhalle – symbolträchtiger konnten Rahmen und Inhalt dieser Messe nicht miteinander verbunden werden. 45 Firmen aus unterschiedlichen Branchen wie Wirtschaft, Technik, Tourismus, IT, Handwerk, Medizin oder Verwaltung sowie sechs Hochschulen standen den Besuchern Rede und Antwort und überraschten viele von ihnen mit den beruflichen Möglichkeiten, die sich vor der Haustür bieten. Besonders nachgefragt waren hierbei duale Studiengänge. Aber auch Praktikums- und Lehrstellen stießen auf Interesse.

Bedeutung von Fachkräften betont

Peter Wilhelm Borbet und Carolin Mittermaier von der Firma Borbet in Hesborn betonten die Bedeutung von gut ausgebildeten Fachkräften und rieten den Schülern dazu, statt Studium auch eine Ausbildung nach dem Schulabschluss in Betracht zu ziehen und dann ein Studium oder eine Technikerschule aufzusatteln: „Durch die praktischen Erfahrungen haben Sie anschließend deutlich bessere Chancen am Arbeitsmarkt als mit einem reinen Studium“, so Borbet.

Ein weiterer Vorteil dieses Weges sei zudem die Möglichkeit, durch eine Lehre mehr Lebenserfahrung vor Beginn eines Studiums zu sammeln, da die Abiturienten durch G8 teilweise mit 17 Jahren schon die Schulen verließen. Er machte den Schülern auch Mut, eine handwerkliche Ausbildung in Betracht zu ziehen: „Dem Handwerk gehört die Zukunft. Was nützen mir beim Planen einer neuen Lagerhalle zehn Bachelors, wenn ich keinen Handwerker habe, der mir die Halle baut?“

Rausgehen und zurück kommen

Hallenbergs Bürgermeister Michael Kronauge wies daraufhin, dass das Sauerland mit seinem Unternehmen die drittgrößte Wirtschaftsregion noch vor dem Ruhrgebiet oder manchen Großstädten von ganz Deutschland se und damit viele Chancen biete: „Geht nach der Schule ruhig mal raus aus dem Sauerland, aber vergesst das Wiederkommen nicht!“

>>>>Info:

  • Das Projekt „Heimvorteil HSK“ (www.heimvorteil-hsk.de) bietet Sauerländern, die aus der Heimat weggezogen sind und Interesse an einer Rückkehr haben, ein Netzwerk mit Jobangeboten und Anlaufstellen an.

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