Freibad

Im Freibad Badcelona in Alme kann die Saison fast kommen

| Lesedauer: 4 Minuten
Peter Pannenbäcker engagiert sich ehrenamtlich im Bad und befreit die Fliesen von Verunreinigungen.

Peter Pannenbäcker engagiert sich ehrenamtlich im Bad und befreit die Fliesen von Verunreinigungen.

Foto: Kevin Kretzler

Alme.   Bei der Auswinterung müssen die ehrenamtlichen Helfer wieder viel Schmutz entfernen. Was für den Freizeitspaß im Sommer alles passieren muss.

Schon beim Betreten des Geländes im Freibad Badcelona in Alme ist es zu hören, das Brummen. Mit jedem Schritt über die Pflastersteine wird es lauter, die eigene Stimme ist kaum noch zu hören. Mehrere Kabel führen eine Treppe ins Schwimmbecken hinunter, orange Pylonen stehen in den beiden Ecken. Peter Pannenbäcker steht im Schwimmbecken und ein chemischer Geruch steigt in die Nase.

Mit beiden Händen hält er einen Hochdruckreiniger und geht langsam an den einzelnen Fliesen am Boden entlang. Der Ursprung des lauten Geräusches ist gefunden. Vorsichtig verteilt er den Schaum und das Wasser, das aus dem Gerät fließt.

Ein Mal Putzen reicht nicht aus

Um den Rand des Beckens kümmert sich Heribert Hillebrand. Mit dem Dampfreiniger spült er langsam die Fliesen ab und befreit sie vom Schmutz. Zweimal ist das nötig. Reinigen, einschäumen, schrubben, abspritzen. Alles, um hartnäckige Schmutzreste und Verkalkungen lösen zu können.

Die Auswinterung im Freibad steht an, damit die neue Saison am 18. Mai beginnen kann. Eineinhalb Monate haben die ehrenamtlichen Helfer Zeit, um das Gelände auf Vordermann zu bringen. Es gibt viel zu tun. „Zunächst starten wir beim Beckenrand. Dort sind Folien ausgelegt, die mit Sandsäcken beschwert wurden. Damit der Beckenkopf nicht kaputt geht, wurde er noch mit Polstern versehen. Das muss jetzt alles weg“, erklärt Eckhard Schröder, der fleißig bei der Auswinterung hilft.

An diesem Tag helfen 25 Personen, um den Vorgang zu beschleunigen. „Das ging sehr schnell und es haben viele Leute geholfen. Die Termine stehen auch immer im Almer Kalender. Es ist gar nicht so einfach, Helfer zu finden“, sagt Schröder.

Ist dieser Schritt gemacht, kann das Wasser langsam aus dem Becken gelassen werden. Schröder steht in Gummistiefeln und Overall im zweiten großen Becken. Der Boden ist grün, vereinzelt schwimmen braune Blätter auf der feinen Restwasserschicht. Schröder schiebt sie mit seinem Besen zusammen mit Blüten und Pollen langsam zum tiefen Ende des Beckens, wo das Wasser weiter absickert. Einen Schritt nach dem anderen geht er seitwärts, bis er die gesamte Breite des Beckens abgelaufen ist. Dann folgt die nächste Reihe nach dem gleichen Muster, bis der ganze Unrat auf einem Fleck liegt und aus dem Becken gehievt werden kann.

Anschließend kommt auch dort der Dampfstrahler zum Einsatz. „Das ist echt eine Wahnsinns-Arbeit“, sagt Peter Pannenbäcker. Aber die Helfer sind Perfektionisten. „Die Fliesen sollen sich nicht nur sauber und glatt anfühlen“, gibt Schröder zu verstehen, „sie sollen auch so aussehen.“

Angst vor Rohrbruch

Sind die Flecken beseitigt, kann das Wasser eingelassen werden. „Da sprechen wir immer mit den Wasserwerken. Sonst wundern die sich über den hohen Verbrauch und vermuten einen Rohrbruch“, erklärt Eckhard Schröder. Acht Kubikmeter pro Stunde gehen ins Becken. Alle drei Becken, darunter eines für Kinder, zu füllen, dauert eine Woche. Die Temperatur beträgt zu Beginn noch acht bis zehn Grad.

Pro Tag kommen zwei Grad Celsius dazu, bis schließlich eine konstante Wasserwärme von 26 Grad vorherrschen soll. Im Kinderbecken sind es 30. Für die neue Saison wünscht sich Schröder vor allem eines: „Schönes Wetter, wie im vergangenen Jahr, damit wieder viele Besucher kommen.“

Hier finden Sie noch mehr Nachrichten, Fotos und Videos aus dem Altkreis Brilon.

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Altkreis Brilon