Fotoausstellung am Sonntag im Olsberger Dorf

Im Sauerland und in Namibia: Helmeringhausen gibt's gleich zweimal

Foto: WP

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Helmeringhausen. „Helmeringhausen - mal hier, mal in Afrika”: Eine Ausstellung im Hubertushaus zeigt jetzt Fotos zweier gleichnamiger Dörfer in zwei Kontinenten.

51 Grad 20 Minuten Nord, 8 Grad 28 Minuten Ost und 25 Grad 53 Minuten Süd, 16 Grad 49 Minuten Ost. Wer diese Koordinaten im Atlas oder bei Google Earth ansteuert, der wird zwei Dörfer mit einer Gemeinsamkeit finden: Beide heißen Helmeringhausen. Eines gehört zur Stadt Olsberg, das andere liegt in Namibia im südlichen Afrika.

Natürlich sind die Helmeringhäuser aus Olsberg neugierig und haben das Dorf auf der südlichen Halbkugel schon oft besucht. Dass die Reisenden immer wieder viele Fotos mitgebracht haben, brachte die Kolpingsfamilie des heimischen Dorfs auf eine Idee. Sie entwickelte die Ausstellung „Helmeringhausen - mal hier, mal in Afrika”. Zum Kolping-Gedenktag am Sonntag, 14. Dezember, wird diese Ausstellung im Hubertushaus zu sehen sein. Mehrere Hobbyfotografen haben sich mit Motiven aus beiden Orten beteiligt.

„Die Fotos zeigen Gegensätze, aber auch Gemeinsamkeiten der beiden Dörfer”, erläutert Bernd Imöhl, der zahlreiche Fotos aus Afrika beigesteuert hat. „Zum Beispiel Landschaften, Sonnenuntergänge oder Tiere. Dort das Großwild, hier die Kühe.” Insgesamt werden rund 150 Motive ausgestellt.

Die Namensgleichheit der beiden Dörfer ist kein Zufall. 1908 wanderte Hubert Hester aus Helmeringhausen nach Afrika aus. In Namibia (damals Deutsch-Südwestafrika) kämpfte er für die kaiserliche Armee beim Aufstand der Nama. Danach arbeitete er auf einer Farm namens „Brons”. 1919 kaufte Hester die Farm mit 10 700 Hektar Land und nannte sie Helmeringhausen.

„Rundherum kahle Wüste, nur karges, unfruchtbares Land. Bis zum nächsten Ort sind es 50 Kilometer”, sagt Bernd Imöhl, der zuletzt 2007 in Namibia war. Bis heute ist diese Siedlung auf acht Häuser angewachsen. Zwei staubige Straßen kreuzen sich dort. Die Kolpingsfamilie nimmt neben dem Kolping-Gedenktag auch das 100-jährige Jubiläum der Auswanderung Hubert Hesters zum Anlass für die Ausstellung. Sie wird Sonntag im Anschluss an den Familiengottesdienst eröffnet, der ab 9.30 Uhr unter dem „Wir machen uns auf den Weg” steht. Interessierte können sich die Fotos aus beiden Dörfern bis zum späten Nachmittag ansehen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben