Waldtage in Madfeld

Imposante Vorführungen bei Waldtagen: Stämme, die wie Hölzchen knacken

Die 2. DLG-Waldtage locken am Wochenende viele Besucher nach Brilon-Madfeld. Auf rund 50 Hektar erstreckt sich das Messegelände.

Foto: Nicole Reuter

Die 2. DLG-Waldtage locken am Wochenende viele Besucher nach Brilon-Madfeld. Auf rund 50 Hektar erstreckt sich das Messegelände. Foto: Nicole Reuter

Madfeld.  Viele Besucher kommen zu den Waldtagen in Madfeld. Auch Familien sind auf Schlamm überzogenen Wegen unterwegs. Es gibt imposante Vorstellungen.

Der Duft von frischem Holz und Wald liegt in der Luft. Aus der Ferne hört der Besucher die teils schrillen, teils dumpfen Geräusche der Maschinen. Sägemehl fliegt durch die Luft. Die 2. DLG-Waldtage locken am Wochenende viele Besucher nach Brilon-Madfeld. Auf rund 50 Hektar erstreckt sich das Messegelände. Zwei Rundwege führen um Waldstücke herum. Entlang der Strecke: 180 Aussteller, die das Neueste der Holz- und Forstbranche präsentieren. Am Samstag fällt auf: Es kommen nicht nur Fachleute auf ihre Kosten – Familien sind auf den durch das Wetter von Schlamm überzogenen Wegen unterwegs.

Sägen, Kleidung, Werkzeuge, Brennholzproduktion und Pflanzen

Mit Gummistiefeln und Arbeitshosen sind einige Besucher richtig ausgerüstet. Die ein oder andere Jeans ist bereits am frühen Mittag mit nasser Erde besprenkelt. Das hält an diesem Tag natürlich niemanden davon ab, sich Sägen, Harvester, Kleidung, Werkzeuge, Brennholzproduktion und Pflanzen anzusehen und die ein oder andere Maschine selbst zu testen. „Wooow“, staunt da das ein oder andere Kind nicht schlecht, als es einen ersten Blick auf die über mehrere Meter hohen Geräte wirft.

Harvester beeindruckt die meisten Besucher

Bereits nach den ersten Schritten bleiben einige Besucher stehen. Stände mit Arbeitskleidung und -zubehör laden zum Stöbern ein. Einige Meter weiter stehen die ersten Maschinen. Ein Sägewerk von Wood-Mizer darf getestet werden. „Hier musst du es festhalten. Sobald du loslässt, hört es auf“, erklärt der Aussteller. Interessiert schaut ein Junge auf das Geschehen und hält sich die Ohren zu. Rrrrrrrrrrr macht es: Sägengeräusche.

Die Maschine wird am Holzbalken entlanggefahren und trennt eine dünne Schicht des Kantholzes ab. Auf der anderen Seite fliegt Sägemehl zu Boden. Kurz dahinter finden die Besucher Motorsägen – in einen Stamm gesägt stecken sie zur Präsentation im Holz fest. Daneben: ein Meer aus Grün und Orange. Auf Hackschnitzeln verteilt stehen Kreis- und Wippsägen, Häcksler und Co. Nach vorn gebeugt mit schrägem Kopf nehmen Fachleute und Laien alles unter die Lupe.

Mehrere große Bereiche im Wald sind abgesperrt

„Papa, ich will mal da oben drauf!“ Bei den Specials beobachten Besucher unter anderem wie ein Harvester mit Baumstämmen umgeht als wären es Streichhölzer. Mehrere große Bereiche im Wald sind dafür abgesperrt. „Forstarbeiten – Lebensgefahr“ steht auf den Bannern vor dem Absperrband. Mit Schutzhelm ausgestattet führen die Profis die Maschinen vor. „Das Gute ist: Er rollt nicht, er fährt massiv weiter“, heißt es. Aufmerksamkeit erregt auch der aufblasbare Weihnachtsmann, der hinter einem Stand mit kleinen Pflanzen aufgestellt ist. „Ach guck mal, hier bekommst du schon Weihnachtsbäume“, hört man einen Mann im Vorbeilaufen sagen. Bäumchen trifft hier eher zu. Denn die meisten Pflanzen sind knapp einen Meter hoch. Das Angebot kommt an: Viele Waldliebhaber laufen am Nachmittag mit einem Bäumchen in einer Tüte über das Messegelände.

Sportholzfäller Danny Mahr lässt die Spähne fliegen

Ebenfalls ein beliebtes Special: Pferde in der Fortwirtschaft. Allein die Tiere ziehen die Besucher an. „Da kannst du dir schon vorstellen, was die für eine Kraft haben“, sagt ein Besucher zu seiner Tochter, die mit einem Luftballon an der Hand die Pferde bestaunt. Beim Special erklärt die Interessengemeinschaft Zugpferde verschiedene Rückeverfahren mit den Tieren. Auf dem Rundgang informieren sich Besucher auch rund ums Thema „Notruf im Wald“ oder „Jagd und Wildschadensverhütung“.

Die lauten Maschinengeräusche und das Knacken von Holz zurückgelassen, erklingen Stimmen der Referenten aus dem Großzelt. Daneben machen es sich einige Gäste bei einem Imbiss gemütlich. An Lkw und Pkw vorbei versammelt sich an einem Punkt eine große Menschenmenge. „Ein bisschen mehr Applaus“, werden die Besucher animiert. Sportholzfäller Danny Mahr führt eine Axt vor. Einige filmen mit ihrem Smartphone und machen Fotos.

Spaltkegel bohrt sich in das Holz

Holz knackt. 20 Meter entfernt teilt ein Kegelspalter Holzstämme in zwei Hälften. Von der Baggerkabine aus steuert der Fahrer die Maschine. Der Spaltkegel bohrt sich in das Holz – knack – und teilt es. „Das habe ich auch noch nicht gesehen“, staunt ein Mann. Eine Möglichkeit zum Aufwärmen gibt es auf der Messe ebenfalls: Gegen Ende des Rundgangs stellen Firmen Heizöfen vor – natürlich dürfen auch in diesem Ausstellungsbereich die entsprechenden Maschinen für die Brennholzverarbeitung nicht fehlen. Eben ein Rundum-Paket für Groß und Klein in Madfeld.

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