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Inhaber wechselt nach über 140 Jahren Familienbesitz

Der jetzige Besitzer Engelbert Lüke (links) gibt die Verantwortung für das Unternehmen weiter an den zukünftigen Inhaber Christian Krüger, der schon im Betrieb ausgebildet wurde und dort seinen Meister gemacht hat.  

Foto: Lena Kley

Der jetzige Besitzer Engelbert Lüke (links) gibt die Verantwortung für das Unternehmen weiter an den zukünftigen Inhaber Christian Krüger, der schon im Betrieb ausgebildet wurde und dort seinen Meister gemacht hat.   Foto: Lena Kley

Brilon.   Engelbert Lüke geht in Rente. Seinen Briloner Heiz- und Sanitär-Betrieb verkauft er an langjährigen Mitarbeiter Christian Krüger.

Seit über 140 Jahren ist der Betrieb des Installateurs Engelbert Lüke schon in Brilon verwurzelt – seitdem ist er auch in Familienbesitz. Schon der Gründer von 1874 hieß Engelbert Lüke – so wie der jetzige Besitzer auch, der den Betrieb in der vierten Generation seit etwa 40 Jahren leitet. Er verkauft das Unternehmen mit 15 Angestellten Ende des Jahres an seinen langjährigen Mitarbeiter Christian Krüger.

Der Name „Engelbert Lüke“ bleibt bestehen. Da die Kinder der Lükes nicht in Brilon leben, ist die Übergabe an Krüger schon lange geplant: „Wir haben uns schon Jahre darauf vorbereitet und hingearbeitet, sagt Lüke, der zwar in Rente geht, aber Krüger weiterhin unterstützt.

Die Geschichte des Betriebs

Zu Anfang, als der Betrieb seinen Standort noch in der Derkere Straße 7 hatte, verkaufte der Gründer noch Lampen, Haushaltsgeräte und Warmwasserheizungen – später kamen noch Ölheizungen dazu. Mit der Zeit spezialisierte sich der Betrieb immer mehr auf Heizungen. 1994 verlegten die Lükes ihren Standort in die Bahnhofstraße 45. Ihr Angebot reicht mittlerweile von Heizungen und Bädern bis hin zu Solaranlagen.

Neuer Chef und alter Bekannter

„Er ist seit 2007 Meister, hat seit Jahren den Kontakt zu den Kunden und die technischen Qualifikationen“, sagt Lüke über seinen Nachfolger. Seit 1998 ist dieser im Betrieb tätig – fast 20 Jahre. Er absolvierte beide Schulpraktika bei den Lükes und bewarb sich anschließend direkt für eine Lehrstelle bei ihnen.

„Meine Mutter sagte immer: ‘Wenn ich dich im Blaumann sah, Butterbrot in der Tasche, hatte ich ein ganz anderes Bild von dir’.“ Das dürfte mit der Übernahme eines Betriebs nochmal anders werden. „Es ist spannend, so ein Traditionsunternehmen fortführen zu dürfen“, sagt Krüger. Er freue sich auf die Herausforderung.

Neues einbringen und an Altem festhalten

Grundsätzlich bleibe alles „im Großen und Ganzen erstmal so“, sagt der zukünftige Inhaber. Er betont auch: „Wir werden mit der Technik gehen – das ist die Zukunft.“

Engelbert Krüger geht „mit einem lachenden und einem weinenden Auge in Rente“, sagt er. Seine Frau Gabriele Lüke, auch im Betrieb angestellt, fügt hinzu: „Wir bedanken uns bei all unseren Kunden, die uns so lange die Treue gehalten haben.“

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