Schützenvereine

Je nach Stadt gibt es Unterstützung für die Schützen

Ehrenamtliche Arbeiten der Schützen an der Schützenhalle Antfeld.

Ehrenamtliche Arbeiten der Schützen an der Schützenhalle Antfeld.

Foto: Sonja Funke

Hochsauerlandkreis.   Ehrenamtliches Engagement und Investitionen sind nötig, um die Infrastruktur für ein normales Schützenfest aufrecht zu erhalten. Das geht richtig ins Geld.

Der Fall Velmede-Bestwig hat es gezeigt: Veranstaltungen wie ein Bundesschützenfest sind für ehrenamtliche Schützenvorstände manchmal schwer oder einfach nicht zu stemmen. Aber nicht nur das: Auch die Infrastruktur für ein normales Schützenfest aufrecht zu erhalten, das geht richtig ins Geld, vor allem die Halle mit Dach, Außenfassade, Heizung, Toiletten, Küche und Schankanlage. Und die Vogelstange. Wegen der neuen Richtlinie bleibt Letztere ein heißes Thema für die nächsten Jahre. Und manchmal kommt auch beides zusammen. Siehe Antfeld.

Suche nach Finanzquellen

Noch schwitzen die Antfelder Schützen auf ihrem Hallendach, das neu gedeckt werden muss. Danach muss es spätestens nächstes Jahr an der Vogelstange weitergehen. Fazit: Der Mitgliederbeitrag und auch der Bierpreis wurden erhöht. Neben Eigenleistungen brauchen Schützen weitere Finanzquellen, um da weiterzukommen. Vielleicht auch städtische Mittel?

Ein Vorteil in Olsberg: Schützen können bei der Stadt eine Erstattung von 20 Prozent der Investitionen beantragen. „Das sind in den letzten zehn Jahren rund 150 000 Euro gewesen“, so Bürgermeister Wolfgang Fischer bei der Stadtschützenversammlung.

Jährlicher Zuschuss

Das ist nicht in allen Orten so geregelt: In Brilon bekommt der Stadtverband einen jährlichen Zuschuss von der Stadt Brilon, die genaue Summe soll nicht bekannt werden. „Die Verteilung dieser Summe liegt in der Hand des Stadtverbandes“, schreibt Sprecher Jörg Schlüter.

Für Winterberg schreibt Gerda Schütte: „Die Stadt unterstützt die örtlichen Schützenvereine bei all ihren Anliegen. So gewähren wir Zuschüsse für Bauarbeiten sowie zum Bau neuer Vogelstangen etc. Beispielsweise werden im laufenden Jahr 2017 die Schützenvereine mit rd. 11 500 Euro unterstützt.“

Einzelfall-Entscheidung

In Hallenberg wird immer und bei allen Vereinen für den Einzelfall entschieden, so Bürgermeister Michael Kronauge: „Dazu muss der Verein einen Antrag stellen und das Vorhaben, die Finanzierung und die Finanzierungslücke darlegen.“ Eine Unterstützung sei dabei nicht nur durch finanzielle Mittel möglich. „Oft kann den Vereinen auch durch Maschinen und bzw. oder den Einsatz des städtischen Bauhofs geholfen werden.“

Für Marsberg sagt Almut Stark, Leiterin der Finanzverwaltung: „Die Schützen haben alle eigene Hallen, die sie selbst unterhalten. Dadurch, dass wir freiwillig im Stärkungspakt Stadtfinanzen sind und Konsilidierunsghilfen erhalten, dürfen wir keine freiwilligen Leistungen erbringen.“

Und in Medebach? „Fast alle Hallen sind im Eigentum der Vereine und Bruderschaften. Aber auch bei den gepachteten Hallen ist geregelt, dass diese quasi wie Eigentum geführt werden, also alle Investitions- und Betriebskosten von den Vereinen übernommen werden“, schreibt Thomas Grosche. Es gebe also keine städtische Unterstützung. Aber dafür sei das ehrenamtliche Engagement „phantastisch“ und auch dank Spendengeldern seien in den vergangenen Jahren etliche Investitionen durchgeführt worden.

Letzteres gilt übrigens für alle Orte im Altkreis Brilon. Schützenbruderschaften stemmen Erhebliches, machen vieles selbst und tun ganz unterschiedliche Finanzquellen auf. Folgen Sie uns auf facebook

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