Rückblick 2017

Jede Menge Erfolgreiches von Marsberg bis Hallenberg

Eindrucksvolle Zeremonie: Samstagabend wurde beim Kreisschützenfest in Medebach der Große Zapfenstreich aufgeführt.

Foto: Kerstin Neumann-Schnurbus

Eindrucksvolle Zeremonie: Samstagabend wurde beim Kreisschützenfest in Medebach der Große Zapfenstreich aufgeführt. Foto: Kerstin Neumann-Schnurbus

Hochsauerland.  Erfolge 2017: Brilon und Olsberg als Heilbäder, hohe Kunst in Hallenberg und Marsberg, Winterberg feiert den Bahnhof, Medebach Kreisschützenfest.

Erfolgreich ist unsere Region im Ausrichten von Festen und Veranstaltungen, im Anlocken bekannter Gesichter und allgemein im Tourismus, aber auch im industriellen Bereich – so lässt sich das Jahr 2017 grob zusammenfassen. Doch von vorne.

Merkel, Laschet, Giesinger

Alle waren sie da: ob Armin Laschet auf Wahlkampftour in Olsberg oder Angela Merkel in der Schützenhalle Brilon, ob Atze Schröder, Fury in the Slaughterhouse und Max Giesinger in der Konzerthalle Olsberg oder Disneyzeichner Ulrich Schröder im Kump Hallenberg.

Und da wären wir beim Tourismus: Olsberg und Brilon konnten gleich zu Anfang des Jahres einen Treffer landen. Sie wurden offiziell zu Kneipp-Heilbädern ernannt und dürften sich jetzt theoretisch in Bad Brilon und Bad Olsberg umbenennen. Außerdem profitieren sie künftig von Fördermitteln und dem Kurortestatus, wenn es um verkaufsoffene Sonntag geht. Vom Renommee des Titels für den Tourismus ganz zu schweigen.

Schützen, Wald, Snowboard

A propos Renommee: Das haben sich auch die Medebacher erarbeitet, indem sie im Spätsommer ein gelungenes Kreisschützenfest ausrichteten. Und da sie gezeigt haben, was sie können, wollen sie mit dem Bundesschützenfest, das die Velmeder aus organisatorischen Gründen leider doch absagen mussten, 2019 noch zwei Schippen drauflegen.

Insgesamt machen sich die Menschen zwischen Marsberg und Medebach wegen Großveranstaltungen nicht bange. Die Briloner richteten im Sommer bestens organisierte DLG-Waldtage in Madfeld aus. Die Marsberger feierten über das ganze Jahr und besonders an Pfingsten richtig groß angelegt die 50 Jahre Städtepartnerschaft mit Lillers. Winterberg setzte allem im März schon mit dem Snowboard-Weltcup die Krone auf.

Außerdem ist es immer wieder mehr als erfolgreich, wie die Altkreisler es verstehen, ihre Natur in den Vordergrund zu stellen: Der Naturpark Diemelsee wurde erneut für seine Qualität zertifiziert, die Bruchhauser Steine zum Naturmonument ernannt. Und passend dazu läuft sehr gefragt – mit meist mehr als 50 Teilnehmern – die nächste Runde der WP-Wanderungen.

Gartenidyll, Zeltkirche, Pilgern

Ganz abgesehen von vielen anderen Highlights: Im kleinen Meerhof zum Beispiel öffneten Privatbesitzer 18 (!) Gärten, das Heimatmuseum in Obermarsberg zeigte eine Nachbildung der Himmelsscheibe von Nebra; es wird in Marsbergs Zentrum eine Bürgerwiese angelegt. Michael Mause aus Hallenberg machte sich zum zweiten Mal auf den Weg nach Rom. Und apropos „Natura“: Die niederländische Stiftung Van den Broek/Nolte realisiert dank persönlicher Beziehungen unter diesem Titel alle zwei Jahre internationale Wechsel-Ausstellungen zeitgenössischer Skulpturen im Areal des Klosters Bredelar/Theodorshütte, so auch in 2017.

Winterberg eröffnete nach langen Planungen seinen Bürgerbahnhof und hat den weit mehr als zehn Jahre dauernden Umbau des Zentrums nun nahezu abgeschlossen. Gleichzeitig boomte drei Kilometer weiter die „Zeltkirche“. Noch nie kamen sonntags so viele Besucher, um den Gottesdienst in der Bildungsstätte St. Bonifatius zu feiern.

Kitas, Königin, Kaminbrand

Weitere Erfolge lassen sich in der Kinderbetreuung verbuchen: Der Leuchtturm Brilon erhielt einen Förderbescheid. 40 000 Euro jährlich bis 2020 sind eine Anerkennung für jahrelange innovative Arbeit in Betreuung und Zusammentreffen der Generationen.

Das Rote Kreuz baut in Brilon außerdem eine komplett neue Kita. Und wie pfiffig schon die Kleinsten sein können, zeigten die Kindergartenkinder in Antfeld: Sie entdeckten aus dem Fenster ihrer Einrichtung heraus einen Kaminbrand, verhinderten Schlimmeres.

Und bei der Wahl zur WP-Schützenkönigin sind die Vereine aus dieser Region des Sauerlandes mit die regesten. Was sich bezahlt machte: Luisa Schwermer aus Altenbüren holte sich im Finale den dritten Platz.

Überschuss, Preis, Spenden

Auch finanziell war das Jahr für einige Kommunen erfolgreich, besonders für Brilon, das dank hoher Gewerbesteuereinnahmen nicht nur ein Plus einfuhr und für 2018 einen ausgeglichenen Haushalt verabschiedet hat, inklusive Überschuss.

Die Stadt Marsberg freute sich zum Jahresende über einen Innovationspreis der Axians Infoma für ihre digitale Zeiterfassung im Betriebshof. Preisgeld: 2500 Euro.

Und auch im Geben sind die Bürger großzügig: Die Warenkörbe in allen Altkreisstädten freuten sich über Spenden für die diesjährige WP-Weihnachtsaktion. Das gilt insbesondere für Roswitha Groll aus Westheim. Sie freute sich über eine Welle der Hilfsbereitschaft, nachdem die WP ihr Schicksal geschildert hatte. Sie alle haben zu diesem erfolgreichen Jahr beigetragen, liebe Leser! Feiern Sie sich selbst Silvester mal ein Stück weit dafür mit!

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