Krankenhaus

Kein neuer Träger – Deshalb bleibt das Maria Hilf städtisch

Das Maria-Hilf Krankenhaus in Brilon.

Das Maria-Hilf Krankenhaus in Brilon.

Foto: Naima Schopper / WP

Brilon.  Lange wurde verhandelt und spekuliert: Bekommt das Briloner Krankenhaus einen neuen Träger? Jetzt fiel der Entscheidung. Geld spielt eine Rolle.

Das Maria-Hilf-Krankenhaus bleibt selbstständig in alleiniger Regie der Stadt Brilon. Die Gespräche mit möglichen Kooperationspartnern über einen - wie auch immer gearteten - Einstieg in die Trägerschaft sind auf Beschluss des Aufsichtsrates eingestellt worden.

Am Mittwoch hat Geschäftsführer René Thiemann dies den Mitarbeitern in einer Belegschaftsversammlung mitgeteilt. Gleichwohl will sich das Maria-Hilf neu orientieren. Und zwar sollen mit den Krankenhäusern der Region Gespräche über standortübergreifende Möglichkeiten einer fachlichen Zusammenarbeit aufgenommen werden. Thiemann: „Wir müssen gucken, wer macht was.“

Medizinische Konzepte in regionalen und überregionalen Verbünden

Als Beispiel führte Thiemann die Bereitschaftsdienste an. Das Maria-Hilf hält am Schönschede gemeinsam mit der am Krankenhaus angedockten Praxis Drs. Ruhr et al. eine „24/7“-Bereitschaft - also an sieben Tage in der Woche rund um die Uhr - im Bereich der Kardiologie vor. Diesen Dienst könnten sich „zwei, drei Häuser teilen“, Ähnliches sei bei der Chirurgie denkbar. Dies, so Thiemann mit Bezug auf die Übergabe der Förderbescheide durch Gesundheitsminister Laumann, sei ganz im Sinne der Anfang des Monats vorgestellten Krankenhausplanung des Landes, das „medizinische Konzepte in regionalen und überregionalen Verbünden“ fordere.

Versorgungsbürgschaft Klotz am Bein

Wie in den vergangenen Monaten immer wieder mal durchsickerte, erwies sich die auf mittlerweile über 40 Millionen Euro angewachsene Versorgungskassen-Bürgschaft als Ballast für - oder Garant gegen - eine Veräußerung des Hauses. Diese Verpflichtung wäre auf einen neuen Träger oder Partner mit übergegangen. Ein der Stadt gemachtes Angebot, das operative Geschäft zu übernehmen, aber die Bürgschaft bei der Stadt zu belassen, hat der Aufsichtsrat abgelehnt. Bürgermeister Dr. Bartsch: „Das wären den Bürgern nicht zu vermitteln gewesen.“

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