Kultur- und malzentrum

Kindern Kultur im Museum in Oberschledorn erlebbar machen

Im Rahmen des Leader-Förderprogrammes der Region Hochsauerland wird ab diesem Monat mit der Grundschule der Stadt Medebach und der Uni Siegen eine kindgerechte Ausstellungskonzeption im Kuma erarbeitet. 

Im Rahmen des Leader-Förderprogrammes der Region Hochsauerland wird ab diesem Monat mit der Grundschule der Stadt Medebach und der Uni Siegen eine kindgerechte Ausstellungskonzeption im Kuma erarbeitet. 

Foto: Privat

Oberschledorn.   Das Team des Kultur- und Malzentrums Oberschledorn (Kuma) möchte mit der Uni Siegen herausfinden, was Kinder in einem Museum anspricht.

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Was spricht Kinder in einem Museum an? Wie können Inhalte kindgerecht aufgearbeitet werden? Das möchte das Team des Kultur- und Malzentrums Oberschledorn (Kuma) mit der Uni Siegen, die das Projekt wissenschaftlich begleitet, herausfinden. Im Rahmen des Leader-Förderprogrammes der Region Hochsauerland wird ab Januar 2017 mit der Grundschule der Stadt Medebach ein interessantes Projekt im Kultur- und Malzentrum erarbeitet.

Positive Erfahrungen hat das Team von „Oberschledorn Aktiv“ schon zuvor mit Leader gemacht: Sowohl das Projekt Kuma als auch die Ausstellung „Künstler-Atelier Bergenthal“ entstand aus dem Topf. Johannes Koert, Projektleiter und Vereinsschriftführer berichtet, dass die Planungen bereits im Dezember 2015 begonnen haben. „Es fehlte uns immer noch etwas im Bereich Kinder. In vielen Arbeitskreissitzungen der Regionale wurde die Idee schließlich geboren. Und von dort kam auch der Tipp, uns an die Uni Siegen zu wenden“, so Koert, der von Sabrina Hellwig, Claudia Brass und Andrea Donner unterstützt wird, Ein Antrag zur Leader-Förderung wurde im vergangenen Jahr gestellt. Mehrfach bereits statteten Vertreterinnen der Uni Siegen dem Kuma einen Besuch ab. Gleichzeitig wurde Kontakt mit der Schule aufgenommen.

Was interessiert Kids im Museum?

Aber was ist nun konkret geplant? Es soll u.a. beobachtet werden, bei welchen Museumsobjekten die Kinder besonders lange stehenbleiben und wie lange diese sie beschäftigen. Auf den Erkenntnissen basierend wird eine neue Ausstellungskonzeption entwickelt.

Für die Uni Siegen steht die Entwicklung und wissenschaftliche Begleitung von sachunterrichts-didaktischen Kontaktzonen für Grundschulkinder bei diesem Projekt im Vordergrund. Im Rahmen der videoethnografischen Begleitforschung wird in einem mehrstufigen Arbeitsprozess versucht, den Kindern Kunst und Kultur erleb- und erfahrbar zu machen.

Die so entwickelten Kontaktzonen, die speziell für Kinder konzipiert werden, ermöglichen dann eine intensive Auseinandersetzung mit der Ausstellung. Ferner wird die Ausstellung dann an unterschiedlichen Stationen zum Anfassen und zum Ausprobieren sein, so dass ein aktiver erlebnisreicher Ausstellungsbesuch garantiert ist.

Kosten betragen 14 375 Euro

Neben Führungsangeboten für Schulklassen und einem mobilen Museumskoffer soll das Angebot auch für Individualbesucher nutzbar sein. Ein musemspädagogisches Fortbildungsangebot rundet das Konzept ab. Weiter werden die wissenschaftlichen Ergebnisse in einer überregionalen Fachzeitschrift veröffentlicht und somit auf die Ausstellung in Oberschledorn hingewiesen.

Die Gesamtkosten dieses Projektes belaufen sich auf 14 375 Euro, wobei der Bewilligungsbescheid der Bezirksregierung Arnsberg eine Zuwendung in Höhe von 9 344 Euro vorsieht. Die Kofinanzierung in Höhe von 5031 Euro wird vom Verein „Oberschledorn Aktiv“ übernommen.

Über eine großzügige Spende in Höhe von 1200 Euro vom örtlichen Theaterensemble Oberschledorn (TheO) konnte sich der Verein schon freuen.

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