RELIGION

Kirche in Brilon steht vor großen Herausforderungen

Raimund Schleich vom Ortsausschuss der Propsteigemeinde überreicht Propst Dr. Reinhard Richter den Scheck über 600 Euro für die neue Lautsprecheranlage.

Foto: Monika Wiegelmann

Raimund Schleich vom Ortsausschuss der Propsteigemeinde überreicht Propst Dr. Reinhard Richter den Scheck über 600 Euro für die neue Lautsprecheranlage. Foto: Monika Wiegelmann

Brilon.   Propsteigemeinde leitet neues Jahr ein. Pastoralverbund Thülen wird mit Brilon zusammengelegt. Zusammenlegen ein anspruchsvoller Prozess.

„Das neue Kirchenjahr trägt eine Besonderheit, denn der Pastoralverbund Thülen wird 2018 zum Pastoralverbund Brilon hinzustoßen, da der eigene Pastor die Gemeinde verlässt“, sprach Propst Dr. Reinhard Richter beim kirchlichen Neujahrsempfang den Pastoralverbund 2018 an: „Oft dauert es Generationen bis Gemeinden zusammenkommen.

Es wird uns alle viel Mühe kosten und viel Verzicht, auch in Brilon. Nicht nur terminlich, sondern auch im Anspruchsdenken über Dinge, die man seit Jahrhunderten gewohnt war.“

Um die Hälfte reduziert

Bis zum Jahr 2030 werde sich das Pastoral um 50 Prozent verringern und das wird ein ganz schwieriger Prozess. Diesen Weg müssen wir gemeinsam gehen,“ sagte der Propst. Der Mehrheit sei das egal, aber diejenigen, denen Kirche etwas bedeute, spüren das. Man müsse verstärkt versuchen, Zentren wie die Caritas stärker zu setzen.

Mit einer feierlichen Messe zum 1. Advent in der Propsteikirche, an der sich kirchliche Vereine und Verbände sowie der Schützenverein mit Fahnenabordnungen beteiligten, leitete die Propsteigemeinde das neue Kirchenjahr ein.

Besuch vom evangelischen Pfarrer

Anschließend hatte der Ortsausschuss zur geselligen Feier ins Pfarrzentrum Brilon eingeladen. Vorsitzender Raimund Schleich konnte über 100 Gäste begrüßen, darunter auch den evangelischen Pfarrer Rainer Müller und das Pastoralteam.

Mit Wünschen für einen gesegneten Advent leitete Dr. Richter seine Grußworte ein. Er richtete am Tag des Rückblicks Dankworte an alle ehrenamtlich engagierten Gemeindemitglieder, die kath. Familienzentren und Ordensschwestern im Krankenhaus. „Es hat sich vieles getan, oft auch im Verborgenen“, erinnerte er an die wichtigsten Ereignisse wie die Wahlen zum Gesamtgemeinderat und die Zusammenführung mit dem Pastoralverbund Thülen 2018.

Renovierung der Kirche ist Thema

Zur Sprache kam auch die aufwändige Renovierung der Propsteikirche, bei der es noch manches zu klären gebe. Begonnen haben die Arbeiten im Dachstuhl. „Das Holz ist an manchen Stellen faul und das Mauerwerk muss erneuert werden, aber Sorgen bereiten uns auch der Turm und die Glocken“, informierte der Propst.

„Die jetzigen Glocken sind zu stark belastet. Wir müssen zusätzliche einsetzen, um das Läutewerk zu entlasten.“ Auch Pastor Müller wünschte einen gesegneten Advent: „Wir gehen diesen Weg gemeinsam“, überreichte er dem Propst Schriften über die ökumenische Zukunftsgestaltung.

Über zwei Spenden für die Millionen-Sanierung der Kirche konnte sich der Propst freuen: Vom Erlös des Herbstfestes, überreichte Raimund Schleich einen Scheck über 600 Euro für die marode Lautsprecheranlage.. Von den kfd-Frauen wurden 1.000 Euro gespendet.

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