Familie

KiTa in Marsberg wird Eltern und auch Kindern gerecht

Die KiTa am Rennufer geht geht mit ihrem Elternverein seit 25 Jahren eigene Wege in der Kinderbetreuung.

Die KiTa am Rennufer geht geht mit ihrem Elternverein seit 25 Jahren eigene Wege in der Kinderbetreuung.

Foto: Annette Dülme

Marsberg.   1992 ging sie mit einem für Marsberg völlig neuen Konzept der Kinderbetreuung an den Start. Jetzt feiert die KiTa Rennufer Jubiläum.

Draußen auf dem weitläufigen Gelände des Familienzentrums ist viel Platz zum Spielen an den neuen Geräten auch für die U3-Jährigen. Die meisten Kinder sind an diesem sonnigen letzten Ferientag draußen. Aber längst nicht alle KiTa-Kinder sind da. „Aber wir schließen unsere Einrichtung gar nicht in den Sommerferien“, sagt Hans Cornelius. Er gehört dem Vorstand des Elternvereins an. Und eines ist ihm heute als Geschäftsführer der Einrichtung genauso wichtig wie vor 25 Jahren: „Wir gehen auf die besonderen Bedürfnisse der Eltern und Kinder in Vereinbarung mit Familie und Beruf ein.“ Deshalb war er vor 25 Jahren mit Karl-Peter Brendel (2. Vorsitzender) angetreten, um in Trägerschaft des Elternvereins die Kindertagesstätte am Rennufer aus der Taufe zu heben.

Große Geburtstagsfeier

Das Jubiläum will die Einrichtung am Sonntag, 10. September, ab 11 Uhr mit einem großen Geburtstagsfest und einem Tag der offenen Tür feiern. „1992 sind wir mit einem für Marsberg völlig neuen Konzept der Kinderbetreuung an den Start gegangen“, sagt Brendel.

Denn eine Übermittagsbetreuung mit flexiblen Öffnungszeiten war damals noch Utopie. „Um 12 Uhr fiel vor 25 Jahren mittags in den Kindergärten die Tür ins Schloss. Um 14 Uhr ging es weiter. In den Sommerferien war sie wochenlang zu. Für Kinder unter drei Jahren gab es gar keine Betreuungsmöglichkeiten.“ Das wollte der Elternverein ändern mit durchaus auch ungewöhnlichen Zeitmodellen. Es gab Zeiten, da war die KiTa von 6 bis 21 Uhr geöffnet. Heute beginnt das Leben in der KiTa um 6.30 Uhr. Bei Bedarf können die Kinder bis 19.30 Uhr bleiben.

95 Plätze und 18 Mitarbeiterinnen

„Im Vordergrund steht nach wie vor die fachlich gute Betreuung und Förderung aller Kinder, unabhängig von ihrem Alter“, so Hans Cornelius. „Daneben waren und sind uns aber als Elterninitiative auch die Bedürfnisse der Eltern wichtig. Seit 25 Jahren bietet die Einrichtung eine ganztägige Betreuung für Kinder ab vier Monaten bis sechs Jahren an, nach Wunsch auch über Mittag. Einschließlich der Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen, Nachmittagssnack. Und über fehlenden Zulauf können sie sich auch heute nicht beklagen. „Wir sind so gut wie voll belegt“, sagt Hans Cornelius.

18 Mitarbeiterinnen beschäftigt

Von den 95 Plätzen sind zurzeit zwei frei. 18 Mitarbeiterinnen betreuen die Kinder. „Wir sind auch personell gut aufgestellt“, so Karl-Peter Brendel. Durch die private Trägerschaft und einen Jahresumsatz von über 800 000 Euro sei das machbar. Die Gruppen sind klein mit nur zehn Kindern, die Gruppenräume großzügig. Viele Mitarbeiterinnen sind schon lange dabei. Vorsitzende ist Madlen Ghazi. „Das sollte immer jemand sein, der ein Kind in der Einrichtung hat“, sieht Brendel in der Aufgabenteilung einen Vorteil. Die Aufgabenteilung hat sich bewährt. Während sich Geschäftsführer Cornelius um Buchhaltung und Verwaltung kümmert, ist der 2. Vorsitzende Brendel für Bauunterhaltung und Technik zuständig: „Momentan warten wir auf die Handwerker. 700 Stuhlbeine brauchen neue Gleiter.“ Bis zum Jubiläum müssen die angebracht sein.

Folgen Sie der WP Altkreis Brilon auf facebook.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben