Rockkonzert

Kölner Kultband Brings tritt in Marsberger Schützenhalle auf

„Nä, wat wor dat dann fröher en superjeile Zick, mit Träne in d’r Auge loor ich manchmol zurück.“ Die Kölner Band Brings begeistert am Samstagabend 1500 Fans in der Marsberger Schützenhalle.

Foto: Röhring-Weking

„Nä, wat wor dat dann fröher en superjeile Zick, mit Träne in d’r Auge loor ich manchmol zurück.“ Die Kölner Band Brings begeistert am Samstagabend 1500 Fans in der Marsberger Schützenhalle. Foto: Röhring-Weking

Marsberg.   Kölsch Rock spielte die Band Brings in der Schützenhalle Marsberg. Lieder wie Superjeilezick, also „super geile Zeit“, waren Programm.

Für Schunkelalarm sorgte am Samstagabend die Kölner Kultband Brings in Marsberg: Mit ihren Hits, wie Superjeilezick, Halleluja und Poppe, kaate, danze, brachten die fünf Rockmusiker mit den rund 1500 bestens gelaunten Fans die Schützenhalle zum Wackeln.

Powersongs mit „kölschen Texten“

„Als wir von der Autobahn eben runter fuhren, haben wir nicht geglaubt, dass hier so viele Menschen wohnen“, rief Peter Brings, Frontsänger der Gruppe, ins jubelnde Publikum. Und mit dem rockigen Party-Kracher Stell die Stadt op d’r Kopp ließen sich die Fans mitreißen. Weitere Powersongs mit „kölschen“ Texten folgten, wie beispielsweise das stimmungsvolle Halleluja, Mir sin besoffe, Mama, wir danken Dir, und ein brandneues Liebeslied.

Enthusiastisch gefeiert

Enthusiastisch feierten die Zuhörer aller Altersklassen. Einige von ihnen hatten sich stilecht in Schotten-Karo nebst Hut und Krawatte gekleidet. Hände klatschend und begeistert mitsingend standen die Anhänger dicht gedrängt vor der Bühne. Kölsch war Kult an diesem Abend, auch wenn kein Kölsch, sondern das Bier der einheimischen Brauerei durch die Kehlen floss.

Begeistert zeigten sich auch die Brings, die es ja ansonsten gewohnt sind, große Hallen oder Stadien zu füllen: „Ihr seid toll“, lobte Peter Brings das Publikum und „Marsberg, oh yeah“. Im rot-schwarzen Schotten-Look, dem Markenzeichen der Band, gaben die fünf Musiker Vollgas. Partytaugliche Rocknummern wechselten sich mit bekannten Karnevalshymnen ab. Fast unmöglich, die Füße dabei stillzuhalten. Manche ihrer Lieder gingen direkt unter die Haut, andere wiederum zeigten eine unerwartete musikalische Qualität.

Mit ihrem vollen Einsatz rissen Peter Brings und seine Mannen die Zuhörer mit und bescherten ihnen tatsächlich eine „Superjeilezick“, hochdeutsch: eine supergeile Zeit. Insbesondere Stefan Brings heizte die Fans immer wieder an. Und wer wissen wollte, was der Sänger unter seinem Schottenrock trug, wurde auch nicht enttäuscht.

Mitglieder schreiben Texte selbst

In ihrer perfekten Bühnen- und Lichtshow zeigte die Gruppe einen gelungenen Cross-Over aus Kölsch Rock, Feten-Hits und Cover-Songs, aber auch sozialkritischen Liedern.

Derzeit besteht die 1990 gegründete Band aus Peter und Stefan Brings (Bass, Gesang), Kai Engel (Keyboard), Harry Alfter (Gitarre, Gesang) und Christian Blüm (Schlagzeug, Gesang). Als Texter sind Peter und Stephan Brings zuständig, für die Vertonung alle fünf Musiker.

Drei Stunden Live-Musik

Unter nicht enden wollendem Applaus verließen die Kölsch-Rocker nach knapp drei Stunden Live-Musik die Bühne - und übergaben an die Band „Deliverence“, die mit Rockklassikern das Publikum bis nach Mitternacht unterhielt. Mit dem Brings-Auftritt ist es der Marsberger Schützenbruderschaft um ihren Vorsitzenden Michael Martin erneut gelungen, eine hochkarätige Großveranstaltung anzubieten.

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