KRANKENHAUS

Konflikt sorgt für mehr Geschlossenheit in Marsberg

Siegfried Rörig, Kaufmännsicher Direktor und Regionalleiter; Heinrich Lake, stellvertretender Hausoberer; Dr. Ralf Beyer, Ärztlicher Direktor; Klaus Niggemann, pflegedirektor; Christoph Robrecht, Hausoberer und Regionalleiter, von links.

Foto: Annette Dülme

Siegfried Rörig, Kaufmännsicher Direktor und Regionalleiter; Heinrich Lake, stellvertretender Hausoberer; Dr. Ralf Beyer, Ärztlicher Direktor; Klaus Niggemann, pflegedirektor; Christoph Robrecht, Hausoberer und Regionalleiter, von links. Foto: Annette Dülme

Marsberg.  Der Brand im Frühjahr und ein „Übernahmeversuch“ aus Brilon prägen das Jahr 2017 des St.-Marien-Hospitals. Mit schwarze Zahlen abgeschlossen.

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Zwei Ereignisse prägten das abgelaufene Jahr außerordentlich, betonte die Führungsriege des St.-Marien-Hospitals Marsberg beim Neujahrsempfang. Das Jahr 2017 habe Spuren hinterlassen. An erster Stelle der Brand im Krankenhaus und der Zwist um die zunächst geplante Übernahme der chirurgisch-orthopädischen Gemeinschaftspraxis in der Stadt.

Der stellvertretende Hausoberer Heinrich Lake nannte den Brand im Juni ein „Pfingstbrausen und Horrorszenarium“.

Krankenhaus erfuhr viel Unterstützung

„Liebe Freunde“, der Kaufmännische Direktor und Regionalleiter Siegfried Rörig wählte diese persönliche Begrüßung, um zu signalisieren, wie die zwei „herausragenden Ereignisse Freunde und Förderer des Krankenhauses enger zusammenrücken ließen“.

Im Konflikt mit den Nachbarn – gemeint war Brilon – um die Zukunft der Gemeinschaftspraxis in der Stadt „haben wir sehr viel Unterstützung aus der Stadtverwaltung, der Politik, der Bevölkerung und den niedergelassenen Ärzten erhalten.“

„Neben der engen Kooperation mit lokalen Partnern aus dem Gesundheitswesen konnte mit der orthopädisch-chirurgischen Praxis ein wichtiger Baustein in der ambulanten Versorgung der Marsberger Bevölkerung gesichert und das Praxisnetz der BBT-Gruppe in der Region Paderborn/Marsberg um zwei Fachbereiche erweitert werden“, hob der neue Regionalleiter und Hausoberer Christoph Robrecht das „Netzwerk, das das Krankenhaus auszeichne und im vergangenen Jahr gestärkt werden konnte“, hervor.

Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen

In der Kooperation mit dem Brüderkrankenhaus Paderborn und den zugehörigen Einrichtungen sowie der BBT-Gruppe als Träger sei ein wichtiger Teil des Erfolges begründet, so Christoph Robrecht. Er bildet mit Siegfried Rörig seit Juli die Regionalleitung für alle Einrichtungen der BBT-Gruppe in der neu gebildeten Region.

Überschattet wurde das Jahr vom Brand im Kesselhaus. Die Folgen seien bis jetzt spürbar, so Rörig. Der Schaden liegt bei 1,5 Millionen Euro. Die Reparaturarbeiten in den technischen Versorgungsbereichen und rund um das Bewegungsbad dauern an. Mit der Versicherung stehe man in Verhandlung.

Ausgeglichenes Jahresergebnis

In der Reflexion dieser beiden „Großereignisse“ geriet die positive Nachricht fast ins Hintertreffen: Das Krankenhaus hat das abgelaufene Jahr wiederum mit schwarzen Zahlen abgeschlossen. Rörig: „Die Leistungen im Haus entwickeln sich stabil auf hohem Niveau.“ Ein ausgeglichenes Jahresergebnis sei für ein Haus dieser Größenordnung nicht selbstverständlich und die Herausforderungen für ein Krankenhaus in ländlicher Gegend vor dem Hintergrund der wachsenden Anforderungen durch Politik und Kostenträgern unverändert hoch.

Die Gründe für die gute Lage lägen an drei strategischen Punkten: der Ausrichtung des Leistungsspektrums, am Engagement der Mitarbeiter und an der Zusammenarbeit mit den Partnereinrichtungen des Krankenhausträgers, der BBT-Gruppe.

Der ärztliche Direktor Dr. Ralf Beyer betonte die Ausrichtung der medizinischen Leistung an den Bedarfen der Bevölkerung, die über die Regelleistungen hinaus mit Geriatrie, Diabetologie, Endoprothetik und Wirbelsäulenchirurgie eine bedarfsgerechte, wohnortnahe Versorgung der Hauptindikationen ermögliche.

Ab diesem Jahr sind wieder Ordensschwestern im Krankenhaus tätig. Die fünf indischen Franziskanerschwestern sind in das Verwaltungsgebäude eingezogen und unterstützen den Stellenplan.

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