Insolvenz

Krankenhaus Winterberg tauscht Geschäftsführerin aus

Anfang 2019 hatte Agnes Hartmann die Geschäftsführung von ihrem Vorgänger Christian Jostes (links) übernommen

Anfang 2019 hatte Agnes Hartmann die Geschäftsführung von ihrem Vorgänger Christian Jostes (links) übernommen

Foto: St. Franziskus-Hospital

Winterberg.  Vor einem Jahr angetretene Agnes Hartmann ist raus. Neuer Geschäftsführer „erfahrener im schwierigen Umfeld der Insolvenz in Eigenverwaltung.“

Das insolvente Str.-Franziskus-Hospital in Winterberg verliert seine Geschäftsführerin. Agnes Hartmann, die den Posten erst vor rund einem Jahr übernommen hatte, ist ausgeschieden.

Das Krankenhaus schreibt dazu: „Die Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen erfordert ein großes Maß an Erfahrung in dem schwierigen Umfeld der Insolvenz in Eigenverwaltung. Daher haben der Gläubigerausschuss und der Verwaltungsrat diese Woche einem Wechsel in der Geschäftsführungsposition zugestimmt.“

Neuer Geschäftsführer „sanierungserfahren“

An Hartmanns Stelle sei der bereits seit November in Winterberg tätige und sanierungserfahrene Andreas Pulver zum neuen Geschäftsführer bestellt worden. Pulver habe schon in verschiedenen Krankenhäusern, unter anderem in Köln, Oberhausen und anderen Häusern an erfolgreichen Sanierungen mitgewirkt.

„Verwaltungsrat und Gläubigerausschuss haben ganz ausdrücklich Frau Hartmann für ihre bisherige Tätigkeit in schwierigster Lage im Vorfeld und in der Insolvenz gedankt“, heißt es weiter.

Zugleich hätten Verwaltungsrat und Gläubigerausschuss das Sanierungskonzept des Hospitals ausdrücklich begrüßt. Im Zentrum der Bemühungen stehe nicht nur der Erhalt des Krankenhauses, sondern auch eine Stärkung der Grund- und Regelversorgung. Ohne Entlassungen im ärztlichen und pflegerischen Bereich solle dennoch die Finanzkraft des Winterberger Krankenhauses gestärkt werden.

Krankenhaus Winterberg soll Verluste reduzieren

„Wir haben ein breites Maßnahmenpaket identifiziert, dessen Umsetzung wir jetzt sofort angehen wollen“, so der Generalbevollmächtigte Dr. Christoph Niering. „In der Summe werden diese Maßnahmen die eingetretenen Verluste deutlich reduzieren und somit eine gute Basis für die Verhandlungen mit den Krankenkassen über den Sicherstellungszuschlag bilden.“

Bereits zum Jahreswechsel hat die Bezirksregierung Arnsberg mit den Sicherstellungsbescheiden für das Jahr 2019 und 2020 dem St.-Franziskus-Hospital die sogenannte Bedarfsnotwendigkeit attestiert.

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