Flughafen

Landesregierung stärkt Position des Paderborner Airports

Mit dem Slogan "Mein Heimathafen" wirbt der Airport, der laut Landesentwicklungsplan die gleichen Wachstumsmöglichkeiten haben soll wie andere Airports in NRW auch.

Mit dem Slogan "Mein Heimathafen" wirbt der Airport, der laut Landesentwicklungsplan die gleichen Wachstumsmöglichkeiten haben soll wie andere Airports in NRW auch.

Foto: Thomas Winterberg

Brilon/Paderborn.  Der Landtag hat den Landesentwicklungsplan verabschiedet und damit wichtige Weichen für die Entwicklung des Airports Paderborn-Lippstadt gestellt.

Den drei kleineren der sechs Verkehrsflughäfen in Nordrhein-Westfalen werden künftig die gleichen Entwicklungschancen eingeräumt wie den großen. Das hat der Landtag beschlossen, indem er jetzt die Änderung des Landesentwicklungsplanes verabschiedet hat. Der LEP sieht nun nicht mehr die Unterteilung der sechs größten Airports in „landesbedeutsam“ und „regionalbedeutsam“ vor. Künftig gelten die Flughäfen Düsseldorf, Köln/Bonn, Münster/Osnabrück, Dortm, Weeze und eben Paderborn gleichermaßen als „landesbedeutsam“.

Frage der Gleichbehandlung

Paderborn freut sich über diesen Beschluss. Flughafen-Geschäftsführer Cezanne sagt: „Wir begrüßen die Entscheidung sehr, dass nun alle sechs internationalen Flughäfen in NRW die gleichen Entwicklungsperspektiven haben. Alle Flughäfen sind schon deshalb landesbedeutsam, weil die Regionen, in denen sie liegen, landesbedeutsam sind. Darüber hinaus werden alle Flughafenkapazitäten der über das Land verteilten Standorte benötigt, um das zukünftige Wachstum des Luftverkehrs langfristig abdecken zu können und damit den Wohlstand des Landes auch in Zukunft zu sichern. Mit der Entscheidung wurde ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Gleichbehandlung der Flughäfen und der Regionen in NRW vollzogen.“

Mehr Zuschüsse

Erst im Frühjahr hatte eine Studie der regionalen Industrie- und Handelskammern dem Paderborn-Lippstadt Airport eine wichtige regionalwirtschaftliche Bedeutung attestiert. Befragt worden waren 683 Unternehmen. Wegen steigender Verluste braucht der Flughafen aber von den Gesellschaftern mehr Geld. Auch der Hochsauerlandkreis, der Mitgesellschafter der Paderborn-Lippstadt GmbH ist, hat in seiner Juli-Sitzung beschlossen, die Zuschüsse von 2019 bis 2022 maximal zu verdoppeln. Für den HSK bedeutet bis 2022 das eine Zahlung von maximal 200.000 Euro. Für den Kreis Paderborn erhöht sich der Zuschuss von 1,43 auf knapp 2,9 Mio Euro.

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