Im 2. Weltkrieg verschwunden

Lange verschollene Glocke aus Madfeld neu gesegnet

In einem feierlichen Gottesdienst im Rahmen des Schützenfestes wurde die mehr als sieben Jahrzehnte vermisste Glocke neu eingesegnet und wieder an die Kirchengemeinde übergeben.

Foto: Joachim Aue

In einem feierlichen Gottesdienst im Rahmen des Schützenfestes wurde die mehr als sieben Jahrzehnte vermisste Glocke neu eingesegnet und wieder an die Kirchengemeinde übergeben. Foto: Joachim Aue

Madfeld.  Viele Jahre hat es gedauert, bis Glocke „Agatha“ den Weg zurück nach Madfeld fand. Beim Stadtschützenfest soll sie zum ersten Mal wieder läuten.

In einem feierlichen Gottesdienst im Rahmen des Schützenfestes ist jetzt eine mehr als sieben Jahrzehnte lang vermisste Glocke in Madfeld neu eingesegnet und wieder an die Kirchengemeinde übergeben worden.

Pfarrer Franz Liemen betonte in einer kurzen Ansprache, die Rückkehr der Glocke sei ein Grund, danke zu sagen, dass mit der „Agatha“ – so der Name der Glocke – etwas wiedergefunden wurde, dass einst in der Pfarrkirche seinen festen Platz hatte. Diese Glocke setze aber auch ein Zeichen für den Frieden, der in der heutigen Zeit so dringend benötigt werde.

1942 zur Einschmelzung abgeliefert

Der erste Vorsitzende der St.-Margaretha-Schützenbruderschaft, Hubertus Frese, ließ in wenigen Worten noch einmal die recht komplizierte und aufwendige Rückholaktion der Glocke, die während des Zweiten Weltkrieges im Jahre 1942 zur Einschmelzung abgeliefert werden musste, Revue passieren – letztendlich wurde die Glocke glücklicherweise nicht für Kriegszwecke eingeschmolzen.

Immerhin habe es fast acht Jahre gedauert, bis die 129 Kilogramm schwere Glocke nach dem Wiederauftauchen in Usseln endlich den Weg zurück nach Madfeld fand. Nicht zuletzt dank der Hartnäckigkeit des Ehrenvorsitzenden der St.-Margaretha-Schützen, Otto Becker. Erheblichen Anteil hatte auch der ehemaligen Dechant Michael Kleineidam, der seine Kontakte nach Paderborn spielen ließ.

Jetzt ist die Kirchengemeinde am Zuge, denn zunächst muss auf dem Gelände der Pfarrkirche ein neuer Glockenstuhl gebaut werden. Wenn alles wie geplant funktioniert, kommt die zurückgekehrte Glocke erstmals beim Stadtschützenfest, das im September von der St.-Margaretha-Schützenbruderschaft ausgerichtet wird, lautstark zum Einsatz.

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