Luchs

Luchs in Züschen gesichtet

In Züschen soll ein Luchs beobachtet worden sein. Wie hier auf dem Archivfoto wird er als katzenartig mit braun-orangenem Fell und „so groß wie ein Labrador“ beschrieben.

In Züschen soll ein Luchs beobachtet worden sein. Wie hier auf dem Archivfoto wird er als katzenartig mit braun-orangenem Fell und „so groß wie ein Labrador“ beschrieben.

Foto: picture alliance / dpa

Züschen.   Alexander Hillebrand ist überzeugt, einen Luchs in Züschen gesehen zu haben.

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Ortsausgang Züschen, Richtung Hallenberg. Noch ist es dunkel, 5.30 Uhr. Alexander Hillebrand sitzt am Steuer seines Lkw. Da kommt der Industriekomplex auf der rechten Seite, links der Wald. Im Augenwinkel sieht er ihn. Trotz Dunkelheit. „Er war ungefähr so groß wie ein Labrador, aber auf keinen Fall war das, was ich gesehen habe, ein Hund.“ Alexander Hillebrand ist überzeugt, einen Luchs gesehen zu haben.

Werner Schubert von der Biologischen Station des HSK bestätigt, dass das etwas Besonderes ist. „Den ersten definitiven Nachweis über einen Luchs im Hochsauerland gab es 2004“, erinnert er sich. Damals wurden Haare des Tieres gefunden. Eine DNA-Analyse ergab, dass es sich tatsächlich um einen Luchs handelte. „Woher das Tier kam? Keine Ahnung“, sagt Werner Schubert.

Katzenartig mit langem Schwanz

„Ein Freund von mir hat im Netz recherchiert. In Hessen wurden schon einmal Luchse gesehen, vielleicht ist einer von ihnen zu uns gekommen“, sagt Alexander Hillebrand. Er beschreibt das Tier als katzenartig, braun-orangenes Fell, langer Schwanz. Ein Foto konnte er leider nicht mehr schießen. In den letzten zwölf Jahren wurden immer wieder Beobachtungen bei der Biologischen Station gemeldet. „Einer soll in der Weihnachtsbaumkultur in Niedersfeld gesichtet worden sein“, so Werner Schubert.

Der Luchs soll in einem Straßengraben herumgeschlichen sein. Zwei Menschen wollen ihn gesehen haben. „So ein Luchs läuft nachts 20 Kilometer weit. Der kann heute hier im Sauerland und morgen schon wieder ganz woanders sein.“ Überleben könnte der Luchs ohne Probleme in der Region. Er frisst gerne Rehe, meistens geschwächte. „Da spielt er ein bisschen die Gesundheitspolizei.“ Allerdings verschmäht er auch Mäuse und andere kleine Säuger nicht.

Toleranz der Jäger

Das einzige Problem für den Luchs sieht Werner Schubert in der Toleranz der Jäger: „Die könnten sich schnell Sorgen um ihren Rehbestand machen.“

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