Malteser-Hilfsaktion

Malteser wollen Menschen im Kosovo eine Perspektive geben

Die Malteser Brilon/Olsberg starten eine Hilfslieferung in den Kosovo.

Foto: Malteser

Die Malteser Brilon/Olsberg starten eine Hilfslieferung in den Kosovo. Foto: Malteser

Olsberg/Brilon/Rashiq.  Die Malteser Brilon und Olsberg starten Hilfsaktion für die Menschen im Kosovo. Sie möchten eine Schule unterstützen.

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Jeden Tag zur Schule gehen, ein Elternhaus mit festem Dach über dem Kopf sowie einen Familienvater, der immer Arbeit hat, das ist hier bei uns Normalität. In Rashiq, einem kleinen Dorf in der Mitte des Kosovo, ist das kaum vorstellbar. Immerhin ist es dort gelungen, bei aller Arbeitslosigkeit als erste Perspektive für die Menschen eine Schule zu installieren.

Chance auf Bildung

Dass das weiterhin möglich ist und Kinder auch im Kosovo die Chance auf Bildung haben, dafür stehen die Malteser aus Brilon und Olsberg. Sie haben seit zwei Jahren eine Patenschaft mit der Schule und bereiten gerade einen Hilfstransport vor, der Ende nächster Woche starten soll. Dass Menschen im Kosovo einen Weg sehen, in ihrer Heimat zu bleiben statt nach Deutschland zu flüchten, dafür steht dieses Projekt.

Mit nichts anderem als dem, was sie auf dem Leib trugen, haben sich in den vergangenen Jahren die Menschen aus dem Kosovo auf den Weg gemacht. Weg aus dem Land in den südlichen Bergen des ehemaligen Jugoslawiens, weg aus der politisch noch wackeligen Situation ohne Arbeit und Einkommen für die Menschen. Deutschland erschien ihnen da als gelobtes Land. Emine Bricori hat diese Menschen kennengelernt in ihrer Zeit als Betreuungsleitung der Malteser Flüchtlingseinrichtungen. Die Sauerländerin mit familiären Wurzeln im Kosovo hat sich mit den Menschen unterhalten, die nach Deutschland gekommen waren, weil sie zuhause nicht mehr leben konnten. Bildung und Perspektive, das waren die beiden Schlagworte, die die Malteserin aus Brilon dabei immer wieder als Wunsch herausgehört hat. Ein Besuch vor Ort in der Fan Noli Schule in Rashiq hat ihr gezeigt, wie die Möglichkeit aussieht, dort zu helfen und den Kreislauf von Hoffnungslosigkeit und Flucht zu durchbrechen.

Schule soll Zukunft sichern

Recht neu, aber umso engagierter ist die Gruppe der Malteser aus Olsberg und Brilon, die sich nun im Auslandsdienst um die Schule im Kosovo kümmern wird. Nun geht es im nächsten Zug darum, die Schule weiter auszubauen. Tische und Stühle gibt es in dem Gebäude, aber an der Ausstattung mit Lernmaterial hapert es. Für die 53 Kinder soll deshalb zuerst gesorgt werden.

„Die meisten kommen aus der ganzen Region mit langen Fußwegen jeden Tag in die Schule um dort mit Freude zu lernen“, hat Emine Bricori erlebt. Unter Leitung des engagierten Direktors Sahit Gjocaj gibt es dort im Kosovo pädagogische Konzepte, die den Kindern den Spaß am Lernen zeigen. „Die Kinder gehen dort gern zur Schule, weil sie sehen, dass man sich dort um sie und ihre Zukunft kümmert“, berichtet Emine Bricori.

3000 Euro Speditionskosten

Für ihren nächsten Hilfstransport brauchen die Malteser Unterstützung. Allein 3000 Euro betragen die Speditionskosten, viele Hilfsgüter wollen die Malteser auch vor Ort im Land kaufen, um dort die Wirtschaft anzukurbeln. Dafür brauchen sie Spenden. Folgen Sie uns auf facebook

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