Unglück

Mann nach Absturz von Heißluftballon weiter in Lebensgefahr

Einsatzkräfte der Feuerwehr am Unfallort eines abgestürzten Heißluftballons.

Einsatzkräfte der Feuerwehr am Unfallort eines abgestürzten Heißluftballons.

Foto: dpa

Marsberg.   Nach dem Absturz des Heißluftballons bei Marsberg ist der Zustand eines Opfers weiter kritisch. Die Polizei-Befragung der anderen Insassen läuft.

Nach dem Absturz eines Heißluftballons bei Marsberg befindet sich eines der Absturzopfer weiterhin in Lebensgefahr. Der Zustand des 52-Jährigen sei nach wie vor kritisch. Fünf weitere Personen liegen noch in Kliniken in Nordrhein-Westfalen oder Hessen in Behandlung, sagte Polizeisprecher Sebastian Held der Westfalenpost.

Ermittlungen der BFU werden lange Zeit dauern

Alle elf Insassen – auch der Pilot (63) waren bei dem Unglück am Dienstagabend verletzt worden. Der Ballon war bei der Landung ins Trudeln geraten, hatte sich überschlagen und kurzzeitig Feuer gefangen.

Die Ermittlung der Unfallursache werde noch einige Zeit beanspruchen. Experten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) hatten die Absturzstelle in Marsberg auf einer Wiese am Tag nach dem Unglück untersucht und den Ballon an den BFU-Sitz nach Braunschweig gebracht.

Ein Sprecher der Bundesstelle hatte gegenüber der WP gesagt, dass die Untersuchung und die analytische Aufarbeitung des Absturzes bis zu einem Jahr in Anspruch nehmen könnte. Nach sechs bis acht Wochen soll aber ein Zwischenbericht vorliegen. Darin würden allerdings lediglich die bis dahin bekannten Fakten aufgelistet. Ein Rückschluss auf die Ursache des Unfalls beziehungsweise auf eine eventuelle Schuldfrage sei zu diesem Zeitpunkt nicht zu erwarten.

Bei Flugunfällen gelte es Spekulationen zu vermeiden.

Kriminalpolizei und die Staatsanwaltschaft ermitteln

Auch die Kriminalpolizei und die Staatsanwaltschaft haben die Ermittlungen aufgenommen. Allerdings gestaltet sich die Befragung ebenfalls zeitaufwendig: Alle Verletzten werden in unterschiedlichen Krankenhäusern versorgt. Die anderen Betroffenen seien wieder zu Hause in Hessen und würden von den dortigen Beamten befragt. Es brauche Zeit, um alle Angaben auszuwerten, hieß es bei der Polizei im Hochsauerlandkreis.

Die vier Männer und sechs Frauen im Alter von 22 bis 59 Jahren, die Teil einer Reisegruppe waren, stammen aus Korbach, Waldeck, Lichtenfels und Kassel.

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