Hygiene

Marien-Hospital Marsberg setzt vernetze Hygienespender ein

Der Arbeitskreis gegen Multiresistente Keime des Hochsauerlandkreises informierte sich im St.-Marien-Hospital für das Projekt „Mehrwert Hygiene“. Gesundheitsaufseherin Stephanie Scharfenstein vom Kreisgesundheitsamt testet einen der Desinfektionsspender.

Der Arbeitskreis gegen Multiresistente Keime des Hochsauerlandkreises informierte sich im St.-Marien-Hospital für das Projekt „Mehrwert Hygiene“. Gesundheitsaufseherin Stephanie Scharfenstein vom Kreisgesundheitsamt testet einen der Desinfektionsspender.

Foto: Vieler

Marsberg.   Mit seinem Hygienekonzept hat es das St.-Marien-Hospital Marsberg geschafft, dass die Zahl der Krankenhausinfektionen signifikant gesunken ist.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Beim ersten Termin vor Ort hat sich das Netzwerk-Team MRE (Multiresistente Keime) des Hochsauerlandkreises über das umfangreiche Hygienekonzept des St.-Marien-Hospitals Marsberg informiert. Dem Arbeitskreis gehören Experten verschiedener medizinischen Einrichtungen und Vertreter des Kreisgesundheitsamtes an. Der ansonsten in Meschede tagende Arbeitskreis wollte sich jetzt vor Ort das Projekt „Mehrwert Hygiene“ des Krankenhauses ansehen und sich von den Erfahrungen berichten lassen.

Funkvernetzung

Etwa vor einem Jahr wurden in dem 120-Betten-Haus rund 600 Hygienespender der neuesten Generation installiert. Dass aus Hygienespendern Desinfektionsmittel oder Seife kommt, sei keine besonders aufregende Neuigkeit, erklärt Uwe Riedesel, Hygienefachkraft des Krankenhauses. Bemerkenswert seien aber die Kampagne zur Nutzung der Spender zur Händedesinfektion sowie die Funkvernetzung der Spender. Dadurch sei die Zahl der Krankenhausinfektionen signifikant gesunken. Dabei wurde auch das häufige Missverständnis aufgeklärt, dass der Krankenhauskeim MRSA im Krankenhaus entstehe. Vielmehr brächten ihn Patienten und Besucher ins Haus, wo er sich dann durch die Krankenhaussituation leichter verbreiten könne.

Projekt „Mehrwert Hygiene“

Genau hier setzt das Projekt „Mehrwert Hygiene“ an. In einer Informationskampagne werden Mitarbeitende, Patienten und Besucher auf die Bedeutung der Händedesinfektion hingewiesen – unter anderem durch die Vielzahl der aufgestellten Automaten, aber auch durch Informationsblätter oder Buttons mit der Aufschrift „30 Sekunden für die Händehygiene“. Die Benutzung der vernetzten Spender kann zentral ausgewertet werden. So bekommen die Verantwortlichen Informationen über die Nutzung, wie etwa die Häufigkeit der Betätigung oder den Abruf der Menge an Desinfektionsmittel. Aus den Daten können die Experten Rückschlüsse auf die Effektivität der Händedesinfektion ziehen. Zudem melden die Spender selbsttätig, wenn Nachfüllbedarf besteht.

Hier finden Sie noch mehr Nachrichten, Fotos und Videos aus dem Altkreis Brilon.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben