Kultur

Marsberg: Der 400.000-Euro-Ausbau des Museums kann starten

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Neue Technik im Museum der Stadt Marsberg, von links: Detlev Steinhoff,  Sigurg Born, Reinhard Wehmeier und Friedhelm Bracht

Neue Technik im Museum der Stadt Marsberg, von links: Detlev Steinhoff,  Sigurg Born, Reinhard Wehmeier und Friedhelm Bracht

Foto: Förderverein historisches Obermarsberg / Annette Dülme

Marsberg.  400.000 Euro hat der Stadtrat Marsberg für den Ausbau des 1. Obergeschosses des Museums der Stadt Marsberg in Obermarsberg erst einmal bewilligt

Der Stadtrat gibt grünes Licht. Das Museum derStadt Marsberg in der ehemaligen Grundschule Obermarsberg soll erweitert werden. Vorläufig in der Variante B, die einen Ausbau des ersten Obergeschosses als vorläufige Lagerfläche vorsieht mit einem geschätzten Kostenvolumen von 400.000 Euro. Wobei zukünftig eine Nachrüstung in Ausbauvariante A erfolgen kann, wenn sich denn die Ausbauvariante B im Nachhinein als zu gering darstellen sollten. Die Kosten von 400.000 Euro sollen den städtischen Haushaltsplanes eingearbeitet werden.

Für Diskussion im Kulturausschuss hatte im Vorfeld, wie berichtet, die geschätzten Gesamtkosten für den vollständigen Ausbau des ersten Obergeschosses mit Ausstellungsfläche und Lagermöglichkeiten (Variante A) in Höhe von 895.000 Euro gesorgt. Darin sind beispielsweise auch die Kosten für die Fluchttreppe, die energetische Sanierung und die Objektbeleuchtung enthalten.

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Jahresübergreifende Baumaßnahme

Sollte sich abweichend von dem aktuellen Kenntnisstand ergeben, dass die Variante A mit dem gesetzten Kostenvolumen finanzierbar wäre, so könnte dies für die Haushaltsplan 2023 erneut beraten werden, heißt es in der Verwaltungsvorlage. Beide Ausbauvarianten wären eh nicht innerhalb eines Haushaltsjahres realisierbar, insbesondere auch anlässlich des anstehenden Jubiläumsjahres in 2022, so dass es sich in jedem Fall um eine jahresübergreifende Maßnahme handeln würde.

Die Einsparungen zwischen der Variante A und B (beispielsweise Fluchttreppe und der Einrichtung) können auch in späteren Jahren nachgerüstet werden. Die Verwaltung kann derzeit noch keine Aussage über mögliche Fördermittel im Bau- und Inneneinrichtungsbereich machen.

Mit der geplanten Baumaßnahme werde nicht nur das ehrenamtliche Engagement des Fördervereins Obermarsberg zum Wohle der Marsberger Geschichte in besonderer Weise anerkannt und gewürdigt. Es würden vor allem durch den Gestalterwettbewerb vom LWL und den daraus ergebenen Neugestaltung des Erdgeschosses neue Kulturangebote für die Marsberger Bürgerinnen und Bürger geschaffen, so Bürgermeister Thomas Schröder.

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Ehrenamtliches Engagement

Wenn die Stadt das Museum selbst betreiben müsste und nicht auf den Förderverein Historischen Obermarsberg zurückgreifen können, so müsste der Museumsbetrieb aus umsatzsteuerlicher Sicht geprüft werden. Die Stadt sei dann für die Finanzierung des gesamten Museumsbetriebs zuständig.

Wie berichtet, werden die Ausstellungsstücke von der Steinzeit bis zur Neuzeit im Erdgeschoss des ehemaligen Schulgebäudes präsentiert. In den drei ehemaligen Lehrerwohnungen im Obergeschoss ist noch viel Platz für weitere Ausstellungsmöglichkeiten. Mit Treppenhaus sind es 15 Räume. Sechs Räume hat der Förderverein schon auf eigene Kappe renoviert. Neun Räume und das Treppenhaus müssen noch hergerichtet werden. Museumsleiter Heiner Duppelfeld: „Das kann das ehrenamtliche Museumsteam nicht mehr in Eigenarbeit leisten.“ Insgesamt hat der Förderverein bis jetzt rund 203.000 Euro in das Museum investiert, ohne Fördermittel, Spenden und Beteiligung der Stadt. Fachliche Unterstützung hat sich das Museumsteam auch seitens des LWL in Münster geholt.

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