Solar-Energie

Marsberg: Photovoltaik entlang der Bahnschiene?

Der Planungsausschuss der Stadt Marsberg hat sich mit der Frage beschäftigt, ob im Marsberger Stadtgebiet entlang der Schienen Flächen für Photovoltaik-Anlagen geschaffen werden sollen.

Der Planungsausschuss der Stadt Marsberg hat sich mit der Frage beschäftigt, ob im Marsberger Stadtgebiet entlang der Schienen Flächen für Photovoltaik-Anlagen geschaffen werden sollen.

Foto: Michael Kleinrensing

Marsberg.  Der Marsberger Planungsausschuss hat sich mit der Frage beschäftigt, ob es künftig entlang der Bahntrasse Photovoltaik-Anlagen geben sollte.

Aus Westheim kamen im Herbst zwei Anträge zur Schaffung der planungsrechtlichen Voraussetzungen zur Errichtung von Photovoltaik-Freiflächenanlagen entlang der Schienen in der Stadtverwaltung an. Die Überarbeitung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) eröffnet die Möglichkeit, Solaranlagen jeweils in Streifen von 110 Metern Breite entlang von Autobahnen und Schienenwegen zu errichten.

Ob für Photovoltaik-Freiflächenanlagen entlang der Schienenwege in der Stadt Marsberg überhaupt Planungsrecht geschaffen werden soll oder nicht, darüber waren die Mitglieder in der jüngsten Sitzung des Planungs-, Bau- und Umweltausschuss durchaus geteilter Meinung.

Auf der Bahnlinie RE17 (Hagen-Kassel) verkehren täglich rund 35 Züge. Die Bahnlinie Hagen-Kassel quert das Marsberger Stadtgebiet zwischen den Stadtgrenzen Beringhausen/Messinghausen und Westheim/Scherfede auf einer Länge von 24 Kilometern. Wegen der zwei Anträge aus Westheim hat die Stadtverwaltung infrage kommende Flächen entlang der Gleise überprüft.

Mögliche Fläche entlang der Bahnlinie

Abgesehen von Bereichen zwischen Bredelar und Obermarsberg bieten sich weite Abschnitte westlich von Beringhausen sowie zwischen Niedermarsberg und der Autobahnanschlussstelle Westheim für eine Photovoltaiknutzung an. Die Flächen entlang der Bahnstrecke Hagen-Kassel werden überwiegend landwirtschaftlich genutzt. Durch den Bau von großflächigen Photovoltaikanlagen könnte der optische Eindruck des offenen Landschaftsraumes gestört werden. Laut Beschlussvorschlag der Verwaltung sollte erst gar kein Planungsrecht geschaffen werden, weil es nicht den städtebaulichen Zielvorstellungen entspreche. „Wir sollten hier jetzt weder für oder gegen entscheiden“, so Peter Prümper, Vorsitzende der SPD-Fraktion. Das müsse vor Ort entschieden werden.

Nach einer Sitzungsunterbrechung beantragte Eberhard Banneyer (CDU), dass zunächst alle betroffenen Ortsbeiräte eingeschaltet und vor Ort entschieden werden soll, ob sie für oder gegen Photovoltaikanlagen entlang der Schienen sind.

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