Kommunalpolitik

Marsberg: So darf ab jetzt in der Innenstadt gebaut werden

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Die Stadt Marsberg ändert ihren Bebauungsplan für die Innenstadt.

Die Stadt Marsberg ändert ihren Bebauungsplan für die Innenstadt.

Foto: Herbert Dülme

Marsberg.  In den angrenzenden Seitenstraßen zur Hauptstraße Marsberg darf jetzt im Erdgeschoss gewohnt werden. Gutachten für Badewesen liegt vor.

In der Hauptstraße in Marsberg darf jetzt dreigeschossig gebaut werden, und in der an die Hauptstraße grenzenden Magnusstraße, Mittelstraße, Klosterstraße, Dionysiusstraße sowie der Oesterstraße darf jetzt das Erdgeschoss zum Wohnen genutzt werden. Der Stadtrat gab grünes Licht zur Änderung des Bebauungsplanes.

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Somit steht dem Neubau der Immobilie Hauptraße 45 mit drei Geschossen nichts mehr im Wege. Das Bestandsgebäude weist zwei Vollgeschosse auf. In der Hauptstraße als Haupteinkaufsstraße bleibt die Erdgeschossnutzung weiterhin dem Geschäftsbereich überlassen als großflächige Sicherung des Einzelhandels. Der Fokus der städtebaulichen Entwicklung in den Seitenstraßen der Hauptstraße soll zukünftig nicht mehr allein auf der Geschäfts- und Dienstleistungsnutzung liegen. Um die Innenstadt nachhaltig zu beleben und weitere Leerstände zu verhindern, soll zukünftig die Wohnnutzung im Erdgeschoss zulässig sein.

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Bericht der Wehrleitung

Der Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Marsberg wird weiterhin seine Sachstandsberichte regelmäßig im zuständigen Fachausschuss für Feuerwehr, öffentliche Ordnung und Verkehr geben. Der Wehrleitung wird außerdem nach Bedarf das Wort für einen Bericht nebst anschließender Aussprache im Rat der Stadt erteilt. Damit war der Antrag der Fraktionen der SPD und Marsberger Bürgergemeinschaft (MBG) vom Tisch. Einmütig lehnte ihn in der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung ab. Peter Prümper, Vorsitzender der SPD-Fraktion: „Damit ist dem Wunsch der SPD nach stärkerem Kontakt mit der Wehrleitung Genüge getan.“

SPD und MBG) hatten beantragt, dass die Wehrleitung im Rahmen der Sachstandsberichte der Verwaltung zu Beginn einer Ratssitzung je Quartal für einen Bericht nebst anschließender Aussprache, das Wort erteilt werden soll.

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Gutachten für Badewesen

Die gutachterliche Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen liegt vor. Es ist 240 Seiten stark und wird jetzt erst einmal interfraktionell beraten werden, dem Antrag der SPD stimmte der Stadtrat einmütig zu. Matthias Mönnighoff, Vorsitzender der CDU-Fraktion: „Es eilt nicht. Wir haben ja bisher einen Kompromiss für ein halbes Jahr gefunden.“

Die Deutsche Gesellschaft für Bäderwesen hatte im Vorfeld, wie berichtet, die Stadt darauf aufmerksam gemacht, dass derzeit außerhalb der Zeiten des öffentlichen Badebetriebes keine Wasseraufsicht durch das Badpersonal gegeben ist.

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Keine Badnutzung während des Schwimmunterrichts

Die bis vor Beginn der Corona-Pandemie parallel zum Schulschwimmen stattfindende Nutzung des Badbereiches durch Gruppen und Vereine findet jetzt nicht mehr statt. Die Kurse, die keine eigene Badaufsicht haben, laufen zu Zeiten des öffentlichen Badbetriebes am Nachmittag. Dann ist eine Wasseraufsicht durch das Badpersonal gewährleistet. Diese Regelung soll für ein halbes Jahr gelten, weil das Gutachten noch ausstand. Darauf hatte sich der Stadtrat in seiner Sitzung Anfang September geeinigt.

Jetzt liegt das Gutachten vor. Die Verwaltungsvorlage dazu sieht in der Beschlussfassung vor, dass bis auf weiteres keine Erweiterung des Stellenplanes für die Stellen des Fachpersonals (Schwimmmeister und Fachangestellte für Bäderbetriebe) des Hallenbades erfolgen soll und die Verwaltung die Umrüstung des Kassenautomaten überprüfen und wirtschaftliche bewerten soll. Durch die Umrüstung könnten dann künftig die Badbesucher und -besucherinnen alle Tarife ohne die Nutzung einer Personalkasse abwickeln. So würde die Tätigkeit einer Kassiererin entfallen.

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