Marsberg: Viele Bürger befüllen die Biotonne nicht korrekt

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In Marsberg gibt es Beschwerden über falsch befüllte Biotonnen.

In Marsberg gibt es Beschwerden über falsch befüllte Biotonnen.

Foto: Christian Charisius / dpa

Marsberg.  Das von der Stadt beauftragte Abfallentsorgungsunternehmen beschwert sich bei der Stadt Marsberg über die Mülltrennung. Das sorgt für Probleme.

In jüngster Zeit wurden in Marsberg Biotonnen vermehrt falsch befüllt. Zum Beispiel wurde Laub mitsamt Plastiksack oder Küchenabfall im Kunststoffbeutel entsorgt. Sogar Pflanzen im Plastikblumentopf werden in die Biotonne geworfen. Das von der Stadt beauftragte Abfallentsorgungsunternehmen hat sich darüber bei der Stadt beschwert. Die WP sprach mit Sabine Korinth, zuständig für Umweltfragen.

Das ist wirklich unschön, wenn unverrottbarer Plastikmüll in der Biotonne landet. Und was ist mit den sogenannten kompostierbaren Müllbeuteln?

Sabine Korinth: Sie sind gut geeignet für den heimischen Komposthaufen. Für die Kompostierung im Kompostwerk sind sie jedoch nicht geeignet, auch wenn sie grundsätzlich biologisch abbaubar sind. Allerdings verrotten sie im Kompostwerk viel zu langsam und müssen deshalb als Störstoffe aussortiert und als Restmüll teuer entsorgt werden. Somit sind die kompostierbaren Beutel, die wie Plastiktüten aussehen, nicht für die Biomülltonne geeignet.

Und wie wird der Plastikmüll aus dem grünen Abfall aussortiert?

Der Bioabfall weist teilweise so starke Störstoffe (Plastik, Restmüll…) auf, dass in der Kompostierungsanlage in Brilon aufwendig nachsortiert werden muss.

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Hat das Folgen?

Dies hat zur Folge, dass die dadurch anfallenden enormen Mehrkosten alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt Marsberg mittragen müssen, auch die, die ihren Biomüll korrekt entsorgen. Die Stadt Marsberg bittet daher im Interesse aller dringend um eine richtige Befüllung der Biotonne.

Und wie wird die Biotonne richtig befüllt, haben Sie Tipps?

Am besten sammelt man die kompostierbaren Küchenabfälle in einem Eimer oder einem anderen geeigneten, wiederverwendbaren Gefäß. Dieser Behälter kann dann bei Gelegenheit gespült werden. Damit das Gefäß nicht so stark verschmutzt, kann es auch mit Zeitungspapier oder mit Küchenkrepp ausgelegt werden. Sogar die unbeschichtete Papierbrötchentüte oder Einkaufspapiertüte vom Supermarkt sind als Sammelbehältnis geeignet und können mit entsorgt werden. Das hat den positiven Nebeneffekt, dass die Feuchtigkeit von dem Papier auch in der Tonne aufgesogen wird und dass Strukturmaterial für eine erfolgreichere Kompostierung zugefügt wird.

Jetzt noch mal: Was gehört in die grüne Biotonne?

Dort hinein gehören alle kompostierbaren Abfälle, wie: Speisereste, Eierschalen, Knochen, Kaffeesatz, Kaffeefilter, Kaffeepads auch Teebeutel, Obstreste, Obstschalen, Gemüse- und Salatreste, (alte) Brot- und Backwaren, Rasen-, Hecken- und Baumschnitt und auch Laub, Blumen, Blumenerde, Topfblumen (ohne Topf), Zeitungs- und Küchenkrepp in kleinen Mengen, um Feuchtigkeit aufzusaugen aber auch Vogelsand.

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