Kindergarten

Marsberg will fehlende Kita-Plätze in Meerhof ausgleichen

Im Kindergarten Meerhof fehlen in diesem und auch im nächsten Jahr die Betreuungsplätze. An dem Problem soll jetzt gearbeitet werden.

Im Kindergarten Meerhof fehlen in diesem und auch im nächsten Jahr die Betreuungsplätze. An dem Problem soll jetzt gearbeitet werden.

Foto: Annette Dülme / WP

Marsberg.  Zehn Kinder stehen in Meerhof auf der Warteliste für den Kindergarten. Die Situation wird nicht besser, aber es gibt einen ersten Lösungsansatz.

Die drei jungen Mütter aus Meerhof sind nach dem öffentlichen Teil der Ratssitzung am Dienstagabend „schon etwas enttäuscht und auch frustriert“. Sie hätten sich ein klareres Ergebnis erhofft, wie sie gegenüber der WP sagten. Im November haben sie ihre U3-Kinder für den Kindergarten in Meerhof angemeldet. Aber dort sind keine Plätze mehr frei. Zehn Kinder stehen insgesamt auf der Warteliste.

In der Fragestunde der Einwohner wollte Ortsbürgermeister Hans-Josef Dülme von der Stadtverwaltung wissen, wie weit die möglichen Planungen in Bezug auf den Engpass im Meerhofer Kindergarten sind. Ob eine Erweiterung oder ein Neubau in Frage kommt. Denn im nächsten Jahr würden wieder zehn Kinder auf einen Platz hoffen. Wobei, so der Ortsbürgermeister, nur drei oder vier Kinder den Kindergarten verlassen würden.

Stadtverwaltung steht im Kontakt zum Hochsauerlandkreis

Die Verwaltung könne die Verärgerung unter den jungen Familien in Meerhof verstehen, pflichtete ihm Bürgermeister Klaus Hülsenbeck bei. Der Hochsauerlandkreis sei für die Kindergartensituation zuständig und mit denen stehe die Stadtverwaltung deshalb in Kontakt.

Favorisiert werde momentan ein Dachausbau des Kindergartens, sagte Hubert Aßhauer, Leiter des städtischen Schulamtes. Der HSK warte auf eine Rückmeldung des Landesjugendamtes. Momentan besuchen zehn Kinder unter drei Jahren und 35 über drei Jahren den Kindergarten in Meerhof.

Der Jahresabschluss 2018

Tatsächlich weist der Jahresabschluss ein dickes Plus von 3,5 Mio. Euro aus. Im Haushaltsplan 2018 war noch von einem kleinen Jahresüberschuss von 8.770 Euro die Rede. Bürgermeister Hülsenbeck gab sich bescheiden: „Somit haben wir das zweite Mal in Folge einen Jahresüberschuss erwirtschaftet.“

Das gute Ergebnis liege hauptsächlich an dem Plus der Gewerbesteuereinnahmen von knapp 3 Mio. Euro. Außerdem hätten Einsparungen für Sach- und Dienstleistungen 423.000 Euro ergeben, rechnete das Stadtoberhaupt vor. Die Erträge liegen bei 50,04 Mio. Euro und die Aufwendungen bei 46,57 Mio. Euro.

Der Jahresabschluss geht jetzt an den Rechnungsprüfungsausschuss.

Die Straßenbaubeiträge

Neue beitragspflichtige Straßenbaumaßnahmen werden solange zurückgestellt, bis die geänderten gesetzlichen Vorgaben in Kraft getreten sind und insbesondere eine entsprechende Berücksichtigung der neuen vorgesehenen Verfahrensschritte ordnungsgemäß durchgeführt werden kann. Einstimmig stimmte der Stadtrat dem zu.

„Damit können wir uns gut anfreunden“, sagte Peter Prümper, Vorsitzender der SPD-Fraktion. Die hatte im November einen Antrag gestellt, die Erhebung von Straßenbaubeiträgen für zwei Jahre ganz auszusetzen und sich mit einer Resolution an die Landesregierung zu wenden, mit der Aufforderung, die Straßenbaubeiträge abzuschaffen. Die Resolution hatte die Stadtverwaltung im Dezember an die Landesregierung geschickt.

Eberhard Banneyer, Vorsitzender der CDU-Fraktion, glaubt nicht, wie er sagte, dass die Gebühren generell abgeschafft würden, soweit seine Kenntnisse aus Düsseldorf: „Einer muss die Zeche zahlen. Entweder die Steuerzahler oder die Anlieger.“

Das Museum der Stadt

Das „Heimatmuseum der Stadt Marsberg im Haus der Geschichte und der Begegnung“ heißt jetzt offiziell „Museum der Stadt Marsberg“. Einmütig stimmte der Stadtrat der Namensänderung zu. Die Namensänderung deshalb, so Museumsleiter Heiner Duppelfeld in seinem Antrag, weil sich das Museum zum einen von den herkömmlichen Heimatstuben abheben soll und zum anderen durch den Namen klar zum Ausdruck kommen soll, dass es sich um ein Museum der Gesamtstadt handelt und nicht um ein Museum Obermarsbergs.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben