Beigeordneter

MBA-Titel reicht in NRW nicht fürs Amt

Kandidiert für die Beigeordneten-Stelle: Andreas Fresen aus Winterberg

Kandidiert für die Beigeordneten-Stelle: Andreas Fresen aus Winterberg

Foto: WP

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Marsberg.Der Dienstantritt des neuen Beigeordneten Andreas Fresen verzögert sich.

Und zwar aus einem auf den ersten Blick obskuren Grund: Der am 4. November vom Rat gewählte Kandidat Andreas Fresen besitzt durch seinen akademischen Grad „Master of Business Administration“ (MBA) zwar die Befähigung für den höheren Dienst, nicht jedoch in NRW für den darunter angesiedelten und für die Beigeordneten-Funktion notwendige Befähigung für den gehobenen Beamtendienst.

Dies war aufgefallen, nachdem die Stadt die Entscheidung des Rates der Kommunalaufsicht des HSK zur Prüfung vorgelegt hatte.

Nach der ärgerlichen Pleite mit der Doppelbewerbung in der ersten Runde der Beigeordneten-Wahl (die WP berichtete) kann Bürgermeister diesen Stolperstein mit Humor nehmen, denn: „Die Masterstudiengänge wurden vor einigen Jahren neu eingeführt und sind hinsichtlich der Anerkennung von Befähigungen trotz einer bundesweit vereinbarten Dienstrechtsreform noch nicht in allen Bundesländern in den Landesvorschriften umgesetzt worden,“ teilt er in einer Pressemitteilung mit.

Die Mehrheitsentscheidung des Rates sei „sehr wesentlich dadurch begründet“ worden, dass der in Diensten der Stadt Meschede stehende Winterberger über eine „sehr umfangreiche Berufserfahrung in der Kommunalverwaltung verfügt und vielfältige zusätzliche Qualifikationen erworben hat“.

Damit der Beigeordnete in spe die vorgeschriebene formale Befähigung für NRW zuerkannt bekommt, wird er sich im Januar 2011 in einem Anhörungsverfahren dem Landespersonalausschuss vorstellen.

Der Ausschuss kann in diesem regelmäßig angewendeten Verfahren durch Be-schluss die Befähigung feststellen. Dass Fresen diese Hürde schafft, zweifelte Klenner gegenüber der WP nicht an. Er verfüge schließlich über fast 20 Jahre Erfahrung in der öffentlichen Verwaltung.

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