Coronavirus-Pandemie

Medebach: Wie zur Corona-Zeit Kommunalpolitik gemacht wird

Sicherheitsvorkehrungen gibt es auch für die Kommunalpolitik, die ja weiterlaufen muss.

Sicherheitsvorkehrungen gibt es auch für die Kommunalpolitik, die ja weiterlaufen muss.

Foto: Robert Michael / dpa

Medebach.  Während Corona grassiert läuft fast nichts wie in Nicht-Krisenzeiten - auch in der Kommunalpolitik. Es müssen aber Entschlüsse gefasst werden. 

Auch wenn die tägliche Arbeit im Medebacher Rathaus aktuell stark durch die Corona-Pandemie beeinflusst wird, sind sich die Verantwortlichen einig, dass wichtige Zukunftsprojekte weiter vorangetrieben werden müssen.

So haben sich in dieser Woche zum zweiten Mal innerhalb von 14 Tagen die Fraktionsvorsitzenden gemeinsam mit Bürgermeister Grosche und leitenden Mitarbeitern der Verwaltung getroffen, um über kommunalpolitische Themen zu beraten und zahlreiche Dringlichkeitsbeschlüsse zu fassen.

Notwendig wird diese Vorgehensweise dadurch, dass die eigentlich für die Monate März und April vorgesehenen Rats- und Ausschusssitzungen abgesagt wurden.

Abstände zwischen den einzelnen Teilnehmern

Mit dem begrenzten Personenkreis sind allerdings Sitzungen mit entsprechenden Abständen zwischen den einzelnen Teilnehmern im Ratssaal möglich. So konnten z.B. weitere Aufträge für die Sanierung des Hallenbades und der Turnhalle, die Dorfplatzgestaltung unterhalb der Kirche in Medelon, den Bau des Feuerwehrgerätehauses in Berge sowie die Aufstockung des Hohoff-Kindergartens auf den Weg gebracht werden.

Arbeiten am Kindergarten

Insgesamt konnten so in der jüngsten Vergangenheit Aufträge von über 1,5 Mio. Euro an Firmen, die ganz überwiegend aus der heimischen Region kommen, vergeben werden.

„Ich möchte mich ausdrücklich für die vertrauensvolle Zusammenarbeit bei allen vier Ratsfraktionen bedanken“, so Bürgermeister Thomas Grosche: „Alle Entscheidungen wurden einstimmig getroffen und die Fraktionsvorsitzenden und ich sind uns einig, dass wir gute Beschlüsse für die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt gefasst haben. Zudem ist die öffentliche Hand als verlässlicher Auftraggeber in Krisenzeiten ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und Stabilitätsanker.“

Abriss- und Entkernungsarbeiten im Hallenbad

So können nun nach den erledigten Abriss- und Entkernungsarbeiten im Hallenbad sowie der angrenzenden Turnhalle, die ersten Baugewerke mit der Wiederherstellung beginnen. Direkt nach Ostern soll dann auch mit den Aufstockungsarbeiten am Kindergarten Hohoff gestartet werden.

Durch die drei neuen Gruppen wird sichergestellt, dass alle Eltern im Stadtgebiet Medebach einen Kindergartenplatz ohne Wartezeiten bekommen können. “Durch die Vorschriften von Bund und Land sind wir im Moment alle in unserem täglichen Leben beeinträchtigt. Umso größer ist die Vorfreude z.B. das Hallenbad bald uneingeschränkt nutzen zu können.“

Alle Informationen zum Coronavirus im Hochsauerlandkreis und im Altkreis Brilon gibt es in unserem Corona-Newsblog.

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