Schützenwesen

Moderne Ritter, traditionelle Werte

Aus vielen Teilen von Nordrhein-Westfalen waren Vertreter des Schützenwesens und der Ritterschaft des Heiligen Sebastianus am vergangenen Freitag zum Regionaltreffen nach Hallenberg gekommen.

Aus vielen Teilen von Nordrhein-Westfalen waren Vertreter des Schützenwesens und der Ritterschaft des Heiligen Sebastianus am vergangenen Freitag zum Regionaltreffen nach Hallenberg gekommen.

Foto: Rita Maurer

Hallenberg.   Ein Grundsatz der Schützen aus der Ritterschaft des Hl. Sebastianus ist die Pflege des christlichen Glaubens. Was passte da anlässlich ihres zweiten Regionaltreffens in Hallenberg besser zum Einzug in die Kirche als der „Festmarsch“ – ein Marsch, der in vielen Gegenden als einer der beliebtesten Schützenfestmärsche gilt und gleichzeitig im Trio mit „Tochter Zion“ ein christliches Kirchenlied beinhaltet.

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Ein Grundsatz der Schützen aus der Ritterschaft des Hl. Sebastianus ist die Pflege des christlichen Glaubens. Was passte da anlässlich ihres zweiten Regionaltreffens in Hallenberg besser zum Einzug in die Kirche als der „Festmarsch“ – ein Marsch, der in vielen Gegenden als einer der beliebtesten Schützenfestmärsche gilt und gleichzeitig im Trio mit „Tochter Zion“ ein christliches Kirchenlied beinhaltet.

Teilnehmer aus ganz NRW

Aus vielen Teilen von Nordrhein-Westfalen waren Vertreter des Schützenwesens und der Ritterschaft am vergangenen Freitag nach Hallenberg gekommen. Sie begannen ihr Treffen mit einer Messe, die von Kreisschützenpräses Manfred Müller aus Messinghausen und Pfarrer Dr. Achim Funder aus Medebach, seit dem Sommer ebenfalls Mitglied des Ritterordens, zelebriert und von der Stadtkapelle Condordia Hallenberg musikalisch umrahmt wurde.

Der Vorsitzende der Hallenberger Schützengesellschaft, Rüdiger Eppner, der 2013 in Rom in den Orden aufgenommen wurde, gab im Anschluss an den Gottesdienst einen kurzen Überblick über die Ziele der Ritterschaft, da diese vielen Menschen nicht geläufig seien und einige Kirchenbesucher womöglich „Reiter mit rostigen Helmen und klapprigen Pferden“ erwartet hätten.

Der seit 1985 bestehende Orden hat einen engen Bezug zum Schützenwesen, aber auch Vertreter aus Politik und Kirche aus ganz Europa sind Mitglied der Ritterschaft des Hl. Sebastian, dem Schutzpatron der Schützenvereinigungen. Ebenso traditionelles wie aktuelles Ziel aller Ritter ist das aktive Einsetzen für ein vereintes, christliches Europa sowie die Wahrung der christlichen Traditionen des Schützenwesens getreu ihres Leitsatzes „pro Deo pro europae christiani unitate pro vita“ (für Gott, für ein vereinigtes, christliches Europa, für das Leben). Der Orden ist eng mit der katholischen Kirche verbunden, tritt aber bewusst auch für konfessionsübergreifende christliche Strukturen ein.

Christliches Engagement

Potentielle Kandidaten, die sich durch die ritterlichen Grundregeln wie besonderes Engagement in allen gesellschaftlichen Bereichen, die Übernahme von sozialer und christlicher Verantwortung sowie eine untadelige Lebensweise auszeichnen, können von einer Mitgliedsorganisation oder einem Ordensmitglied zur Aufnahme in den Ritterorden, die sogenannte „Investitur“, vorgeschlagen werden. Nach positiv beschiedener Prüfung erfolgt die Investitur im Rahmen eines Gottesdienstes durch eine festgelegte Zeremonie und einen Ritterschlag. Die Ritterschaft wird von allen Mitgliedern als große Ehre angesehen, ist aber ausdrücklich nicht als Beförderung im Schützenwesen zu verstehen.

Georg Glade, Stadtarchivar und amtierender Schützenkönig in Hallenberg, sowie Bürgermeister Michael Kronauge zeigten den interessierten Gästen anschließend die Pfarrkirche, den Kump samt Stadtarchiv und das Rathaus, bevor es dann zum gemütlichen Teil des Rittertreffens überging.

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