Kirche

Nach 20 Jahren erfolgt die Einführung

Pfarrerin Kathrin Günther im Kreis des Presbyteriums, der Kollegen und Kolleginnen. Auch Pfarrer i.R. Alfred Hammer und Diakon Klaus Rosenkranz wirkten am Gottesdienst mit.

Pfarrerin Kathrin Günther im Kreis des Presbyteriums, der Kollegen und Kolleginnen. Auch Pfarrer i.R. Alfred Hammer und Diakon Klaus Rosenkranz wirkten am Gottesdienst mit.

Foto: Evangelische Kirchengemeinde

Marsberg.  Pfarrerin Kathrin Günther ist feierlich in die Pfarrstelle eingeführt worden. Mit Pfarrer Markus Pape ist sie für die evangelischen Gemeinde da.

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„Die den Herrn liebhaben, sollen sein wie die Sonne, die aufgeht in ihrer Pracht“. Dieser Vers aus dem alten Testament stand über der Einführung von Katharina Günther zur Pfarrerin in die erste Pfarrstelle mit halbem Stellenumfang der Evangelischen Kirchengemeinde Marsberg.

Pfarrer Markus Pape, der den feierlichen Gottesdienst und den anschließenden Empfang im Gemeindehaus leitete, fand es eigentlich ein merkwürdiges Fest. In Marsberg arbeitet Kathrin Günther schon seit über 20 Jahren als Pfarrerin – und dann jetzt noch eine Einführung feiern? Superintendent Dieter Tometten aus Soest betonte, dass die Pastorin jetzt in einer sicheren Pfarrstelle arbeite. Die Sicherheit gebe ihr Freiheit. Und die sei „für das wichtigste Amt in der Kirche notwendig“.

So könne sie dadurch nach außen sagen, was ihr Glaube sie in ihrem Inneren erfahren lasse. Ebenso wie das Gotteslob, müssten weltliche und fromme Dinge von ihr klar ausgesprochen werden. Auch wenn sie nicht immer mit der Meinung aller übereinstimmten. Da könne es auch „zum Streit kommen“. Der Superintendent setzte nach: „Das trauen wir einer Pfarrerin zu“.

Weltliche Dinge ansprechen

Viel Erfahrung hat Kathrin Günther als Pastorin schon gesammelt: Nach dem Vikariat arbeitete sie als Seelsorgerin in Alten- und Pflegeheimen, danach in allen Bereichen der Kirchengemeinde Marsberg.

Dass sie die Menschen mit ihrer Seelsorge, mit ihren Gottesdiensten und mit ihren besonderen geistlichen Aktivitäten erreicht hat, bezeugten die Segensworte, die der Pfarrerin nach der Einführung durch den Superintendent von Pfarrer Markus Pape und Pfarrerin Antje Hirland und den Presbytern Elke Dropmann, Martina von Rüden, Thomas Krispin und Jörg Schünemann zugesprochen wurden.

Geistigen Rückenwind erfuhr die eingeführte Pfarrerin in Worten, Handlungen und durch die Musik. Der Gemeindechor sang unter der Leitung von Torsten Seidemann frische liturgische Stücke und mehrstimmige Sätze zu den Gemeindeliedern. Eine weiterer musikalischer Höhepunkt waren die Beiträge des Flötenensembles aus Bad Wünnenberg.

Feldlabyrinth in Marsberg aufgebaut

Kathrin Günther erzählte in ihrer Predigt von drei Lebenssituationen, in denen sie erfahren hat, wie Gottes Liebe als Sonne der Zuversicht aufstrahlt.

Als sie im Studium durch eine Sprachprüfung fiel, als sie als Pfarrerin im Altenheim unsicher war und als sie in Marsberg mit vielen Gemeindegliedern das Feldlabyrinth aufbaute, erfuhr sie die Gewissheit, dass sie den Beruf als Pfarrerin getrost und zuversichtlich ausüben kann dank ihrer Liebe zu Jesus und ihren Mitmenschen und durch die Gelassenheit, die Gott ihr schenkt.

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