Ermittlungserfolg

Nach Steinwurf auf Auto in Winterberg: Verdächtiger gefunden

 Die Windschutzscheibe des 20-jährigen Olsbergers ist von Schottersteinen getroffen worden.   

 Die Windschutzscheibe des 20-jährigen Olsbergers ist von Schottersteinen getroffen worden.  

Foto: Polizei

Winterberg.  Junge Männer werfen in Winterberg Steine von einer Brücke und treffen die Windschutzscheibe eines Olsbergers. Jetzt hat die Polizei einen Verdacht.

Es war ein Schockmoment für Theo Steinrücken, als am 16. Oktober vergangenen Jahres etwas Schweres auf seine Windschutzscheibe knallt. „Ganz plötzlich gab es einen riesigen Schlag. Das war schon gewaltig und ein ziemlicher Schock“, sagt er damals zur Westfalenpost. Nach Angaben der Polizei hatten Jugendliche gegen 23.25 Uhr mehrere Schottersteine von der Fußgängerbrücke hinter dem Herrloh-Tunnel auf die Straße geschmissen. Sie hatten den Wagen des 20-Jährigen aus Olsberg-Wiemeringhausen getroffen. Jetzt ist ein Tatverdächtiger ermittelt worden.

„Es handelt sich um einen 18-Jährigen aus Medebach“, erklärt Laura Burmann, Pressesprecherin der Polizei Hochsauerlandkreis. Schon vor Ort waren in der Tatnacht fünf Jugendliche im Alter von 15 bis 20 Jahren aus Winterberg, Medebach und Schmallenberg befragt worden, die unter Verdacht gestanden hatten, Schotter von der Fußgängerbrücke auf die B236 geworfen zu haben. Nach weiteren Vernehmungen habe sich die Polizei nun auf den 18-jährigen Medebacher konzentriert. „Weiteres können wir noch nicht sagen, da die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen sind“, so Laura Burmann.

Tatverdächtiger muss schwere Konsequenzen fürchten

Theo Steinrücken ist mit dem Schreck davongekommen. Niemand ist damals verletzt worden, seine Windschutzscheibe ist allerdings über mehrere Zentimeter gerissen. Trotzdem können dem 18-jährigen Tatverdächtigen strafrechtliche Konsequenzen drohen.

In solchen Fällen kommen ein versuchtes Tötungsdelikt oder ,Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr’ für eine Anklage in Frage. Welches Delikt schlussendlich angeklagt wird, ergibt sich aus den abschließenden Ermittlungsergebnissen.

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